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Antimalariamittel

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Wann tritt die Wirkung ein?

 

Die meisten Patienten merken eine Besserung nach 3 bis 4 Monaten. Bei manchen kann es auch bis zu 6 Monaten dauern, bis eine Wirkung zu spüren ist.

 

 

Wie wird die Behandlung mit Antimalariamitteln durchgeführt?

 

Antimalariamittel gibt es nur als Tabletten. Im Allgemeinen wird eine bis zwei Tabletten täg-lich verordnet.

 

 

Woran merken Sie, dass die Behandlung mit Antimalariamitteln wirkt?

 

Nach einigen Wochen gehen die Schmerzen und Schwellungen zurück. Morgensteifigkeit und Müdigkeit nehmen ab. Die Belastbarkeit steigt. Oft bessern sich auch die Entzündungszeichen im Blut, wie z. B. die Blutsenkung.

 

 

Wie lange wird die Behandlung mit Antimalariamitteln durchgeführt?

 

Es ist notwendig, dass die Behandlung mit Antimalariamitteln langfristig erfolgt. Sie wirkt nur, wenn Sie Ihr Antimalariamittel regelmäßig einnehmen. Die Behandlung muss auch dann fortgeführt werden, wenn es Ihnen besser geht. Sonst kann sich die Krankheit verschlimmern.

 

 

Was passiert, wenn die Behandlung mit Antimalariamitteln nicht wirkt?

 

Erst nach 6 Monaten kann sicher beurteilt werden, ob die Wirkung von Antimalariamitteln ausbleibt. Wenn die Behandlung mit Antimalariamitteln nicht wirkt, wird Ihr Arzt die Therapie ändern.

 

 

Können Nebenwirkungen auftreten?

 

Bei jeder wirksamen Behandlung können unerwünschte Wirkungen auftreten. Das gilt auch für die Therapie mit Antimalariamitteln. Daher ist eine Kontrolle der Behandlung durch Ihren Hausarzt und Ihren Augenarzt notwendig. Der Hausarzt überprüft deshalb in den ersten 4 Monaten alle 2 Wochen, danach alle 2 Monate das Blut. Nur so kann er evtl. auftretende Nebenwirkungen rechtzeitig erkennen und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Dann bilden sich die Nebenwirkungen in der Regel vollständig zurück. Nicht jede Nebenwirkung zwingt zum Abbruch der Therapie. Die meisten der im Beipackzettel erwähnten Nebenwirkungen sind selten.

 

 

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

 

Die meisten Nebenwirkungen sind ungefährlich. Einige Patienten klagen über Übelkeit und Erbrechen. Andere haben Kopfschmerzen oder Schwindelgefühl oder sind außergewöhnlich müde. Diese Beschwerden treten vor allem in den ersten Wochen der Behandlung auf. Deshalb ist es günstiger, wenn Sie die Tabletten vor dem Schlafengehen einnehmen. Wenn sie zu schlimm sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Manchmal kommt es zu Juckreiz oder Hautausschlag. Vermeiden Sie deshalb eine zu intensive Sonneneinstrahlung.

 

 

Beeinträchtigen Antimalariamittel die Augen?

 

In den ersten Tagen kommt es manchmal zu Sehstörungen, wie z. B. Verschwommensehen, Lichtempfindlichkeit oder Störungen des Farbsehens. Diese Veränderungen bilden sich nach kurzer Zeit zurück. Sie sind ungefährlich. Möglicherweise behindern sie beim Autofahren.

 

 

Gibt es gefährliche Nebenwirkungen an den Augen?

 

Vor Beginn und während der Behandlung mit Antimalariamitteln müssen Sie regelmäßig vom Augenarzt untersucht werden. Bei bestimmten schweren Augenerkrankungen rät er von vornherein von einer Einnahme ab. Während der Behandlung können Einlagerungen in die Hornhaut, sehr selten Netzhautveränderungen entstehen. Sie sind abhängig von der Dosis. Darüber sollten Sie nicht erschrecken: Der Augenarzt kann diese Veränderungen erkennen, bevor bleibende Schäden auftreten. Deshalb müssen Sie alle 6 Monate zum Augenarzt gehen. Sie selbst merken von diesen Veränderungen zunächst häufig nichts. Nur der Augenarzt kann sie rechtzeitig entdecken.

 

 

Was ist außerdem noch während der Behandlung zu beachten?

 

Antimalariamittel werden ohne erkennbare Risiken in Schwangerschaft und Stillzeit eingesetzt, ohne speziell in diesen Indikationen geprüft zu sein. Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann die Therapie deshalb auch in der Schwangerschaft und Stillzeit fortgesetzt werden, wenn dies erforderlich ist.

 

 

Bei weiteren Fragen rufen Sie uns bitte an!

Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (Stand Januar 2008). Weitere Informationen zur Behandlung finden Sie unter www.dgrh.de/therapieueberwachung

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