Behandlungschancen
Therapie-Überwachung
Adalimumab
Anakinra
Antimalariamittel
Azathioprin
Cyclophosphamid
Cyclosporin
D-Penicillamin
Etanercept
Gold - oral
Gold - parenteral
Infliximab
Kortikosteroide
Leflunomid
Methotrexat
Mycophenolsäure
NSAR
Rituximab
Sulfasalazin



D-Penicillamin

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Ihnen wird als langwirksames Rheumamedikament D-Penicillamin empfohlen.

Die Tabletten sollten 30 bis 60 Minuten vor einer Mahlzeit und nicht mit anderen Medikamenten zusammen eingenommen werden.

Wenn die Behandlung mit D-Penicillamin gut wirkt, wird Ihr Arzt gemeinsam mit Ihnen versuchen, die Dosis zu verringern. Er will herausfinden, mit welcher Dosis Sie noch gut behandelt werden. Das Risiko unerwünschter Wirkung nimmt dadurch ab.

Sollte sich nach der 16. Woche zeigen, dass noch keine ausreichende Besserung durch die Behandlung mit D-Penicillamin eingetreten ist, wird Ihr Arzt Ihnen eine Steigerung der Dosis empfehlen. Sie wird alle 2 Wochen um je 150 mg gesteigert, bis die Höchstdosis von 900 mg erreicht ist.

Nach einigen Wochen gehen die Schmerzen und Schwellungen zurück. Morgensteifigkeit und Müdigkeit nehmen ab. Die Belastbarkeit steigt. Oft bessern sich auch die Entzündungszeichen im Blut, wie z. B. die Blutsenkung.

Es ist notwendig, dass die Behandlung mit D-Penicillamin langfristig erfolgt. Sie wirkt nur, wenn Sie Ihre Tabletten regelmäßig einnehmen. Die Behandlung muss auch dann fortgeführt werden, wenn es Ihnen besser geht, sonst kann sich die Krankheit verschlimmern.

Erst nach 6 Monaten kann man sicher beurteilen, ob die Wirkung der Behandlung mit D-Penicillamin ausbleibt. Wenn die Behandlung mit D-Penicillamin nicht ausreichend wirkt, wird Ihr Arzt die Therapie ändern.

Bei jeder wirksamen Behandlung können unerwünschte Wirkungen auftreten. Das gilt auch für die Therapie mit D-Penicillamin. Daher ist eine regelmäßige Kontrolle der Behandlung durch Ihren Hausarzt notwendig. Nur so kann er evtl. auftretende Nebenwirkungen rechtzeitig erkennen und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Dann bilden sich die Nebenwirkungen in der Regel vollständig zurück. Nicht jede unerwünschte Wirkung zwingt zu einem Abbruch der Therapie. Die meisten im Beipackzettel erwähnten Nebenwirkungen sind selten.

Manchmal kommt es zu Geschmacksstörungen. Diese Nebenwirkung ist zwar unangenehm, aber nicht gefährlich. Sie bildet sich nach 2 bis 3 Monaten zurück. Beobachten Sie, ob ein Juckreiz oder ein Hautausschlag auftritt. Achten Sie auf schmerzhafte Bläschen oder Entzündungen im Mund und/oder Rachen. Informieren Sie Ihren Arzt über diese Nebenwirkungen. Sofort sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie eines der folgenden Warnzeichen bemerken: Fieber, Sehschwäche/Doppelbilder, ungewohntes Zahnfleischbluten, „blaue Flecken". Glücklicherweise sind diese Nebenwirkungen äußerst selten.

 

Der Arzt achtet auf Haut- und Schleimhautveränderungen. Durch Blutuntersuchungen kann er Veränderungen an der Leber, an den Nieren und an der Blutbildung feststellen. Besonders wichtig ist auch eine Urinuntersuchung, um die Nierenfunktion zu prüfen. Falls bei Ihnen Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Behandlung mit D-Penicillamin auftreten, entscheidet Ihr Arzt über die weitere Behandlung.

ab 4. Monat:

alle 4 Wochen

1. - 3. Monat:

alle 2 Wochen

Sollten Sie ungewohnte Beschwerden während der Behandlung mit D-Penicillamin bemerken, dann müssen Sie unverzüglich Ihren Hausarzt informieren.

Während der Behandlung ist bei Frauen eine sichere Empfängnisverhütung notwendig. In der Schwangerschaft und

Stillzeit sollte die Behandlung mit D-Penicillamin nicht fortgesetzt werden. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie außerdem noch einnehmen.

 

Bei Fragen rufen Sie uns bitte an.

Verfasser: Projektgruppe Diagnose- und Therapierichtlinien der AG Regionaler Kooperativer Rheumazentren in der DGRh (Stand August 2006) Weitere Informationen finden Sie unter www.rheumanet.org

Der Rheuma-Wegweiser

 

Info-Flyer: Warum zum Rheumatologen gehen?

 

Info-Flyer: Kinderrheuma

 

Rheuma-Frauen-Buch