Rheumatologische Grundlagen
Bei über 100 rheumatologischen Krankheitsbildern ist es für die primärärztlich tätigen Hausärzte, Orthopäden, Internisten und andere Fachärzte oft nicht möglich, eine hinreichend sichere und schnelle Diagnose und eine angemessene und diffenrenzierte Therapie zu bieten. Es ist deshalb ein besonderes Anliegen der DGRh und ihrer Fortbildungsakademie, die rheumatologische Grundlagenausbildung zu verbessern und flächendeckend zu organisieren. Dabei legt sie Wert auf die Kooperation mit entsprechenden Verbänden und Akademien.
Sinnvolle Aufgabenteilung und Schnittstellen
Ziel ist es dabei nicht, alle Ärzte zu Rheumatologen auszubilden, sondern vielmehr die Schnittstellen bei der Überweisung zum und vom Rheumatologen im Einvernehmen mit den anderen Fachgebieten und Schwerpunkten festzulegen und die Kooperation zur Optimierung der Behandlung zu intensivieren.
Gute Versorgung von Anfang an
Orientiert an dem Leistsymptomem „Gelenkschwellung“ konnten zusammen mit der Deutschen Rheuma-Liga und dem Berufsverband Deutscher Allgemeinärzte eine Kooperation bei der rheumatologischen Ausbildung und Schnittstellenabsprache im vorgenannten Sinne erarbeitet werden. Es wurden ein Curriculum und eine kooperative Musterfortbildung entwickelt. Basierend auf ausgebildeten Schülern (Train The Trainer) werden seitdem bundesweit gemeinsam Schulungen organisiert.
Grundlage hierfür war die „Leitlinie für das Symptom Gelenkschwellung – Primärärztliches Problemmanagement und Überweisungsindikationen", die von der Kommission „Qualitätssicherung“ erarbeitet und in der „Zeitschrift für Rheumatologie“, Nr. 59, S. 151-161 (2000) veröffentlicht wurde.
Die erarbeiten Kooperationsformen und Schnittstellen sind auch Grundlage von Kooperationsverträgen von Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen, die neben der leitliniengerechten Kooperation besondere Fortbildungsverpflichtungen beinhalten, aber auch den Primärärzten und den Rheumatologen jeweils besondere Vergütungen für Überweisung, Erstdiagnostik, Rücküberweisung vorsehen.
Eine ähnliches Curriculum ist für das Leitsymptom- „entzündlicher Rückenschmerz“ in Vorbereitung.
Joint Meetings mit den angrenzenden Fachgebieten
Durch eine Reihe regelmäßiger „Joint Meetings“ werden die angrenzenden Fachgebiete und Schwerpunkte in besonderer Weise angesprochen.
Joint Meetings gab es bereits und und gibt es regelmäßig für die Bereiche
Konkrete Termine finden Sie unter www.rheumakadademie.de