Rheumatoide Arthritis
Systemischer Lupus Erythematodes
Fibromyalgiesyndrom



Was ist ein Systemischer Lupus Erythematodes?

 

Der systemische Lupus erythematodes (SLE, Schmetterlingsflechte) ist eine systemische, d.h. potentiell den ganzen Körper betreffende Autoimmunerkrankung. Wegen der vielfältigen Symptome und Beschwerden wird diese Erkrankung auch als das "Chamäleon" der Medizin bezeichnet. Das Immunsystem greift dabei körpereigene Strukturen (z.B. Haut, Gelenke, Nieren usw.) an, was zu einer Entzündung in diesen Organen führen kann. Die Erkrankung ist selten (ca. 25/100.000 Einwohner) und tritt deutlich häufiger bei Frauen als bei Männern auf.

 

 

Schmetterlingserythem bei SLE

Welche Beschwerden und Symptome können beim SLE auftreten?

 

Den Namen "Schmetterlingsflechte" hat diese Erkrankung wegen eines charakteristischen rötlichen ("erythematösen") Hautausschlages, der sich "schmetterlingsförmig" über Wangen und Nase im Gesicht verteilt und oft durch Sonnenlicht ausgelöst oder verstärkt wird. Ähnliche Hautveränderungen können aber auch an anderen Stellen auftreten. An den Händen kommt es oft zu einer Weiß- und Blau-Verfärbung der Finger, insbesondere bei Kälte (Raynaud-Phänomen). Gelenkschmerzen und ‑entzündungen sind zwar häufig, führen aber (im Gegensatz zur rheumatoiden Arthritis) nicht zu einer Zerstörung der Gelenke. Häufiger kommt es zu einer Entzündung des Rippenfelles oder Herzbeutels ("Pleuritis" und "Pericarditis"), was sich in typischen, atemabhängigen Schmerzen des Brustkorbs äußert.

 

Hautausschlag durch Sonneneinwirkung bei SLE

Von einer Nierenentzündung beim Lupus merkt der Patient meist nicht viel, (abendliche) Flüssigkeitseinlagerungen in den Beinen und ein deutlicher Anstieg des Blutdrucks sind indirekte Hinweise hierauf und sollten Anlass geben, einen Arzt aufzusuchen.

 

Bei Entzündungen des Gehirns können vielfältige neurologische Symptome auftreten und durch Antikörper, die rote oder weiße Blutkörperchen bzw. Blutplättchen zerstören, kann es zu einer Verminderung dieser Zellen im Blut kommen.

 

 

Nachweis antinukleärer Antikörper

Wie kann man die Krankheit diagnostizieren?

 

Viele Patienten haben bei Krankheitsbeginn nur Allgemeinsymptome, wie z.B. Abgeschlagenheit, Fieber, Gewichtsabnahme und Appetitlosigkeit. Kommen dann Gelenkentzündungen oder die charakteristischen Hautveränderungen hinzu, kann die Diagnose vom Arzt schon vermutet und anhand gezielter Blutuntersuchungen gesichert werden. Hier ist insbesondere der Nachweis sog. antinukleärer Antikörper (ANA) und DNS-Antikörper typisch für den SLE.

 

 

Welche Behandlungen gibt es?

 

Gelenkbeschwerden können mit den sog. nichtsteroidalen Antirheumatika behandelt werden. Die sog. Anti-Malariamittel (Chloroquin/Hydroxychloroquin) sind bei leichten Verläufen mit Haut- und Gelenkbeteiligung oft ausreichend. Bei schwereren Entzündungen werden Cortison und andere sog. Immunsuppressiva eingesetzt.

 

 

Wie kann die Krankheit verlaufen?

 

Obwohl es sich um eine chronische entzündliche Autoimmunerkrankung handelt, welche sämtliche Organe betreffen kann, ist durch die zunehmend besseren Möglichkeiten seiner Erkennung und Behandlung die Prognose des SLE in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer besser geworden. Wichtig ist, dass die Therapie immer der jeweiligen Aktivität der Erkrankung angepasst wird (soviel wie nötig, sowenig wie möglich), um Langzeitschäden der Erkrankung oder ihrer Therapie möglichst zu vermeiden.

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