Rheumatoide Arthritis
Spondyloarthritiden/ Morbus Bechterew
Fibromyalgiesyndrom



Was ist eine ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew)?

 

Rückenschmerz ist ein sehr häufiges Symptom in der erwachsenen Bevölkerung. Es gibt viele Ursachen für Rückenschmerzen, in etwa 5% der Fälle von Rückenschmerzen findet sich eine ankylosierende Spondylitis (AS) als Ursache. Die Schmerzen werden durch Entzündungen im Bereich der Sakroiliakalgelenke (Kreuzbein-/Darmbeingelenke), der Wirbelkörper, Bandscheiben oder kleinen Wirbelgelenke verursacht ("entzündlicher" Rückenschmerz). Die ankylosierende Spondylitis ist die häufigste Krankheit aus der Gruppe der entzündlichen Wirbelsäulenerkrankungen (Spondyloarthritiden), zu denen auch die Schuppenflechtenarthritis und die reaktive Arthritis gehören.

 

 

Welche Beschwerden und Symptome können bei einer ankylosierenden Spondylitis auftreten?

 

Die Rückenschmerzen sind besonders stark am frühen Morgen mit Steifigkeitsgefühl und bessern sich durch Bewegung im Tagesverlauf.
Die ankylosierende Spondylitis beginnt in der Regel zwischen dem 20. und 35. Lebensjahr. Entzündungen an den Gelenken (meist Hüfte oder Knie) mit schmerzhafter Bewegungseinschränkung sind häufig. Bei etwa 30% der Patienten mit AS kommt es zu einer bestimmten Form von Augenentzündung, der sogenannten anterioren Uveitis oder Iritis/Iridozylitis (Regenbogenhautentzündung).

 

 

Wie kann man eine ankylosierende Spondylitis diagnostizieren?

 

Die Diagnose ankylosierende Spondylitis wird gestellt, wenn einerseits entzündlicher Rückenschmerz oder eine krankheitstypische Bewegungseinschränkung von Wirbelsäulesäule oder Brustkorb vorliegen und andererseits das Röntgenbild eindeutige entzündliche Veränderungen im Bereich der Kreuzdarmbeingelenke zeigt.

 

In der Frühphase der Erkrankung sind entzündliche Veränderungen der Iliosakralgelenke im Röntgenbild oft noch nicht zu sehen, können aber mit der  Kernspintomographie erkannt werden. Man spricht dann von einer "undifferenzierten Spondyloarthritis", insbesondere wenn das typische Erbmerkmal dieser Krankheit, HLA-B27, nachgewiesen konnte. 

 

 

Wie kann man die ankyolsierende Spondylitis behandeln?

 

Die entzündungshemmenden Schmerzmittel (sogenannte nicht-steroidale Antirheumatika [NSAR] wie z.B. Diclofenac oder Indometacin) führen bei der Mehrzahl der Patienten zu einer spürbaren Besserung der Beschwerden.
Bei hoher Entzündungsaktivität und fehlender Besserung durch NSAR helfen oft TNF-Blocker. Diese Medikamente (z.Z. Infliximab, Etanercept und  Adalimumab) führen oft zu einer deutlichen Verbesserung von Schmerzen, Beweglichkeit, Entzündungszeichen und Lebensqualität.

 

 

Wie kann die ankylosierende Spondylitis verlaufen?

 

Die ankylosierenden Spondylitis verläuft chronisch mit Phasen erhöhter Krankheitsaktivität (Schübe). Glücklicherweise verlaufen nicht alle Spondyloarthritiden chronisch. Die reaktive Arthritis z.B. heilt bei 75% der Patienten innerhalb von 3-6 Monaten, bei 90% innerhalb eines Jahres vollständig aus. Auch die Arthritis bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (M. Crohn, Colitis ulcerosa) ist nicht in jedem Fall eine chronische Arthritis.

 

 

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