Muskuloskelettale Erkrankungen kosteten 2008 rund 29 Milliarden Euro
Erkrankungen des Bewegungssystems kosteten die Volkswirtschaft 2008 insgesamt 28,5 Milliarden Euro. Das geht aus der aktuellen Krankheitskostenrechnung des Statistischen Bundesamtes hervor. Darin rangieren muskoloskelettale Erkrankungen, die die rheumatischen Erkrankungen mit einschließen, auf Platz vier der Kostenstatistik hinter den Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krankheiten des Verdauungssystems sowie hinter den psychischen und Verhaltensstörungen. Diese vier Krankheitsgruppen verursachten zusammen etwa die Hälfte der gesamten Krankheitskosten, die sich 2008 auf einen Betrag von 254,3 Milliarden Euro beliefen. Die Ausgaben für Erkrankungen am Bewegungsapparat machen demnach einen Anteil von 11,2 Prozent an den Gesamtausgaben aus.
Anhand der Krankheitskostenrechnung schätzt das Statistische Bundesamt seit 2002 alle zwei Jahre die ökonomischen Folgen von Krankheiten für die deutsche Volkswirtschaft. In die Berechnungen fließen – neben medizinischen Heilbehandlungen – auch sämtliche Gesundheitsausgaben für Prävention, Rehabilitation und Pflege ein. für die Prävention, Behandlung und Rehabilitation und Pflege.
Nicht beachtet werden in dieser Kostenrechnung allerdings die nicht unerheblichen Ausgaben für Arbeitsausfall und Frühberentungen, die bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen noch hinzukommen. Die DGRh-Kommission Rehabilitation und Sozialmedizin kam 2008 zu dem Ergebnis, dass drei Viertel der Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) im ersten Krankheitsjahr mindestens einmal arbeitsunfähig sind. Nach 10-jähriger Krankheit können 40 Prozent der RA-Patienten keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen. Durch den Arbeitsausfall belaufen sich die so entstandenen mittleren indirekten Kosten auf bis zu 15.700 € pro Person und Jahr.
Quelle: nach einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes, mehr
DGRh-Geschäftsstelle, Sandra Wittig, 13.08.2010