Rheumatoide Arthritis
Fibromyalgiesyndrom



Was ist eine Rheumatoide Arthritis?

 

Die Rheumatoide Arthritis (RA) ist eine entzündliche Systemerkrankung des Bindegewebes, die vorwiegend die Gelenke betrifft (Arthritis = Gelenkentzündung) und in der Regel zur Gelenkzerstörung führt. Mit einer Häufigkeit von 1% der Bevölkerung ist die RA die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung. Frauen sind dreifach häufiger betroffen. Der Erkrankungsbeginn ist in jedem Lebensalter möglich, liegt meist zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr.

 

Die RA verläuft meist chronisch-fortschreitend, z. T. in Schüben mit individuell sehr unterschiedlichem Verlauf. 85-90 % der Kranken haben milde bis mittelschwere Verläufe, aggressive Verlaufsformen kommen bei 10-15 % der Kranken vor.

 

 

Welche Beschwerden und Symptome können bei Rheumatoider Arthritis auftreten?

 

Schwellungen an mehreren Fingergrund- und mittelgelenken der Hände bei früher Rheumatoider Arthritis

Typische Zeichen sind:

 

  • Morgensteifigkeit der Finger- und Handgelenke von > 30 min

  • Schwellung

  • Druckschmerz der Fingergrund- oder auch Zehengrundgelenke bei seitlicher Kompression

  • Faustschluss nicht möglich

  • Verminderte Kraft

 

 

Wie kann man Rheumatoide Arthritis diagnostizieren?

 

Die Diagnose wird anhand der typischen Beschwerden mit Gelenkschmerzen, Steifigkeit und der Untersuchungsbefunde von entzündeten Gelenken gestellt. Im Zweifelsfall und zur Feststellung des entzündlichen Befalls helfen bildgebende Verfahren (Sonographie, Kernspintomographie, Szintigraphie). Röntgenbilder dienen vor allem der Feststellung von Gelenkschäden. Der Nachweis von Rheumafaktoren und Citrullinantikörpern im Blut ist häufig, aber nicht immer positiv. Laborbefunde allein erlauben nicht die Diagnose einer RA. Sie sind trotzdem erforderlich, um zwischen entzündlichen und nichtentzündlichen Prozessen zu unterscheiden, die Aktivität der Erkrankung zu beurteilen und den Verlauf der Erkrankung und den Effekt von Therapien einzuschätzen.

 

 

Wie kann man Rheumatoide Arthritis behandeln?

 

Bisher ist zwar noch keine definitive Heilung möglich, aber es gelingt zunehmend, das Fortschreiten zu verlangsamen bzw. aufzuhalten. Ziel jeder antirheumatischen Therapie ist es, die Lebensqualität des Patienten zu erhöhen, d. h. durch Linderung der Schmerzen die Tätigkeiten des täglichen Lebens zu erleichtern. Die Verschiedenheit des individuellen Krankheitsverlaufs sowie des Ansprechens auf Therapie erfordern, für jeden Patienten individuell eine Therapie festzulegen und zu optimieren. Die Therapie ist komplex und beinhaltet medikamentöse, physikalische, ergotherapeutische, orthopädische und psychologische Behandlungen. Sie sollte frühzeitig und kontinuierlich angepasst an die Krankheitsaktivität erfolgen.

 

Medikamentöse Therapie

 

Die RA wird mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), Kortison (Glucocorticoiden), sogenannten Basistherapeutika und Biologika behandelt. Häufig werden Kombinationen dieser Medikamente eingesetzt.
Basistherapeutika sollten bei gesicherter Diagnose so früh wie möglich eingesetzt werden. Beim Ausbleiben der Wirkung sollte auf ein anderes Präparat gewechselt, bzw. der Biologikaeinsatz erwogen werden.

 

 

Wie kann die Rheumatoide Arthritis verlaufen?

 

Der Verlauf der rheumatoiden Arthritis ist meistens chronisch mit Phasen erhöhter Krankheitsaktivität (Schübe). Durch die heutigen Möglichkeiten der medikamentösen und nicht medikamentösen Therapie gelingt es, Krankheitsaktivität und Schadensentwicklung deutlich zu mindern.

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