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Start-up Gewinner 2010

Mit der Start-up Förderung unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie Projekte, die einen völlig neuen Ansatz in der rheumatologischen und immunologischen Forschung verfolgen.

 

In 2010 hat sich das unabhängige Gutachtergremium für zwei innovative Anträge entschieden. Wir gratulieren den Gewinnern Dr. Jan Leipe von der Rheumaeinheit der LMU München sowie Dr. Jürgen Wittmann aus der Abteilung für Molekulare Immunologie am Universitätsklinikum Erlangen.

  • Dr. med. Jan Leipe
    The impact of the I50V IL-4 receptor polymorphism on Th17-driven rheumatoid inflammation and disease outcome

    Das Zusammenspiel zwischen genetischer Veranlagung und dem vermehrten Auftreten entzündungsfördernder Immunzellen bei RA-Patienten erforscht die Arbeitsgruppe um Dr. Jan Leipe. Den Wissenschaftlern geht es um eine bestimmte genetische Variante des Interleukin-4-Rezeptors, die bei manchen RA-Betroffene nachzuweisen ist. Beim Vorhandensein dieser Genveränderung kommt es zu aggressiveren Krankheitsverläufen und schnellerer Gelenkzerstörung. Außerdem werden bei Patienten mit diesem genetischen Merkmal vermehrt entzündungsfördernde Immunzellen (Th17-Zellen) gebildet. Die Erforschung dieser Mechanismen kann dazu beitragen zu erklären, welche genetischen Voraussetzungen zu entzündlich-immunologischen Veränderungen bei RA-Patienten führen.
  • Dr. rer. nat. Jürgen Wittmann
    MicroRNAs als diagnostische und prognostische Marker in rheumatischen Erkrankungen

    Dr. Jürgen Wittmann will mit seinem Projekt herausfinden, ob eine bestimmte molekulare Gensubstanz in den Gelenkszellen (synoviale Fibroblasten) von Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) verändert ist. Es geht ihm um den „Bauplan“ der sogenannten microRNAs. Das sind kleine Eiweiße, die Erbinformationen von der DNA zum „Ausführungsort“ transportieren und so zelluläre Prozesse regulieren. Dazu analysiert der Erlanger Biologe die Zusammensetzung der bisher bekannten micoRNAs in synovialen Fibroblasten von RA-Patienten. Als Vergleich dienen die micoRNAs von Arthose-Patienten und Gesunden. Wenn es Unterschiede gibt, könnte diese Erkenntnis für die diagnostische Zwecke eingesetzt werden. In einem zweiten Schritt sollen die so identifizierten, spezifischen micoRNAs auf mögliche Veränderungen nach einer Therapie untersucht werden, um Hinweise für den Verlauf der Krankheit zu erhalten.

 

DGRh-Geschäftsstelle, 29.09.2010

Dr. Jan Leipe, Dr. Jürgen Wittmann