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Register COVID-19-Rheuma: UpDate Januar 2022

13.01.2022

Dem „Covid-19-Rheuma“-Register wurden seit dem letzten Update im November zusätzlich 327 Fälle von Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und einer Covid-19 Infektion gemeldet und enthält mit Stand 12.01.2022 insgesamt 3635 Fälle. Auch an dieser Stelle wieder ein großer Dank an alle behandelnden Ärztinnen und Ärzte. Wir möchten Sie bitten, dies weiter fortzuführen und weitere Patienten zu registrieren. Da neben der Erfassung der Daten auch deren Vollständigkeit wichtig ist, möchten wir Sie ebenso bitten, offene Fälle zu vervollständigen.

Auf der Website www.covid19-rheuma.de/ lässt sich der aktuelle Stand des Registers jederzeit ansehen. Mehr als die Hälfte der erfassten Covid-19-Fälle im Rheuma-Register wurden aus den Bundesländern Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg gemeldet und entspricht damit auch der Verteilung der Covid-19-Fälle in der Allgemeinbevölkerung. Jeder zweite ist zwischen 50 und 69 Jahre alt, fast jeder vierte ist unter 50 Jahre alt und jeder fünfte ist über 70. Von den gemeldeten Fällen im Register sind 67% Frauen und 33% Männer. Die häufigsten Diagnosen der 3635 Registrierten sind mit 1688 Fällen rheumatoide Arthritis, gefolgt von Spondyloarthritis mit 1005 Fällen und den Kollagenosen mit 451 Fällen. 117 Fälle lassen sich der ANCA-Vaskulitis zuordnen, sowie 276 Fälle anderen Vaskulitiden. Die 305 restlichen Fällen entfallen auf sonstige rheumatische Erkrankungen. Davon haben 190 Registrierte mehr als eine entzündlich-rheumatische Erkrankung.

Ein Großteil der registrierten Patienten nimmt immunmodulatorische Medikamente ein, wovon die meisten auf Kortisonpräparate, Methotrexat und TNF-Inhibitoren entfallen. Jeder Zehnte nimmt keine antirheumatischen Medikamente zu sich.

Zum Zeitpunkt dieser Erfassung waren im Covid-19-Rheuma Register 3052 Patienten (84%) wieder genesen. Bei 112 Patienten (3,08%) verlief die Infektion tödlich. Von diesen 112 letalen Verläufen hatten 62 die Diagnose Rheumatoide Arthritis, 16 Patienten eine ANCA-assoziierte Vaskulitis, 18 Patienten eine Kollagenose, 14 Patienten eine Spondyloarthritis, neun Patienten hatten eine sonstige entzündlich-rheumatische Erkrankung und acht Patienten eine sonstige Vaskulitis. Insgesamt wurden 2896 Patienten (79,7%) ambulant und weitere 739 Patienten (20,3%) stationär behandelt, wovon 128 eine invasive Beatmung erhielten.

Die hier beschriebenen Informationen finden Sie auch in einer Präsentation veranschaulicht.

Den aktuellen Stand des Registers können Interessierte jederzeit auf der Website www.covid19-rheuma.de verfolgen.

Ihr Kontakt

DGRh Geschäftsstelle

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.

Wilhelmine-Gemberg-Weg 6, Aufgang C

10179 Berlin