Pressemitteilung | 30. April 2025
Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie (DGRh) veröffentlicht die erste S3-Leitlinie zum Management des systemischen Lupus erythematodes (SLE). Diese evidenzbasierte Leitlinie bietet umfassende Empfehlungen zur Therapie und zum Langzeitmanagement des SLE, einschließlich besonderer Aspekte wie Schwangerschaft und sekundärem Antiphospholipid-Syndrom. Die Expertinnen und Experten der DGRh entwickelten die Handlungsempfehlung gemeinsam mit 15 weiteren Fachgesellschaften und Patientenorganisationen. Der Vorstand der Fachgesellschaft dankt allen Beteiligten sehr für ihr Engagement. Nun gilt es, die Leitlinie zu implementieren und anzuwenden, damit das gebündelte Wissen zu den Betroffenen gelangt.
Der systemische Lupus erythematodes ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung, die verschiedene Organe betreffen kann. Zwischen 36 und 50 pro 100.000 Einwohner sind betroffen, Frauen 10- bis 15-fach häufiger als Männer. Oft trifft ein SLE Frauen im gebärfähigen Alter. Die neue Leitlinie betont die Bedeutung einer frühen Diagnose und einer individuellen, patientenzentrierten Therapie. Ziel ist es, die Krankheitsaktivität zu kontrollieren, Organschäden zu verhindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern, so die Autor:innen.
Mit dieser Leitlinie wollen wir sicherstellen, dass Patientinnen und Patienten mit SLE eine evidenzbasierte und patientenzentrierte Versorgung zukommt.

Als Koordinatoren der Leitlinie heben Prof. Dr. med. Matthias Schneider und Dr. med. Johanna Mucke die folgenden Empfehlungen besonders hervor:

„Die Leitlinie bietet klare Handlungsempfehlungen für verschiedene Krankheitsmanifestationen und berücksichtigt dabei die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse“, betont Prof. Schneider.
An der Entwicklung waren neben 15 Fachgesellschaften auch zwei Patientenorganisationen beteiligt. Denn die aktive Beteiligung der Betroffenen auch im klinischen Alltag ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Therapie. „Die interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit war entscheidend, um die Vielschichtigkeit des SLE adäquat abzubilden“, sagt Dr. Mucke.
Hier finden Sie die vollständige Leitlinie auf der Website der AWMF. Die Publikation durch die DGRh in der Zeitschrift für Rheumatologie folgt in Kürze.
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