DFG bewilligt 6,2 Millionen Euro

Neue interdisziplinäre Forschungsgruppe zur Rolle von Autoantikörpern bei schweren Gefäßerkrankungen gefördert

Pressemitteilung | 27. Januar 2026

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Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert eine neue interdisziplinäre Forschungsgruppe zur Rolle von Autoantikörpern bei schweren Gefäßerkrankungen mit insgesamt 6,2 Millionen Euro. Aus Sicht der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie (DGRh) markiert dies einen wichtigen Meilenstein für das Fach. Die Forschungsgruppe FOR 5930 wird von der Universität zu Lübeck und dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein koordiniert. 

Ziel ist es, immunvermittelte Entzündungsprozesse in Blutgefäßen besser zu verstehen und neue Erklärungsansätze für Schlaganfälle, Herzinfarkte und pulmonale Gefäßerkrankungen zu entwickeln. Im Mittelpunkt der Forschung stehen Autoantikörper, die gezielt Rezeptoren auf Gefäß- und Immunzellen aktivieren können. Neue Erkenntnisse über diese Prozesse sollen aufklären, warum entzündliche Gefäßerkrankungen bei rheumatischen Systemerkrankungen häufiger und früher auftreten und oft schwerer verlaufen. Zugleich verspricht der Ansatz neue Erklärungen für schwere Verläufe bei jungen Menschen ohne klassische kardiovaskuläre Risikofaktoren.

Die Forschungsgruppe vereint Forschende aus Lübeck, Berlin und Kiel. Sprecherin ist Prof. Dr. Gabriela Riemekasten, Direktorin der Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie am UKSH in Lübeck und Vorstandsmitglied der DGRh. Gemeinsam mit 14 Projektleitenden aus elf Disziplinen verbindet sie klinische Forschung, experimentelle Immunologie und moderne Datenanalyse.

Der Vorstand der DGRh gratuliert der Forschergruppe zu diesem großen Erfolg. Dieser unterstreiche die zentrale Bedeutung der Rheumatologie und der klinischen Immunologie für die moderne Entzündungsmedizin und für das Verständnis systemischer Gefäßerkrankungen, meint Prof. Dr. med. Ulf Wagner, Präsident der DGRh: „Diese Förderung ist ein starkes Signal für unser Fach“.

Das zeige auch, dass rheumatologische Forschung entscheidende Beiträge zum Verständnis entzündlicher Gefäßerkrankungen leiste, so Wagner. Als Leiter des Bereichs Rheumatologie der Klinik und Poliklinik für Endokrinologie, Nephrologie, Rheumatologie am Universitätsklinikum Leipzig rechnet er mit neuen Ansätzen für zukünftige Therapien. Zudem stärke der erfolgreiche Antrag über ein so umfangreiches Forschungsvolumen die internationale Sichtbarkeit der deutschen Rheumatologie.

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