gemeinsam finanziert von der DGRh und der UCB Pharma GmbH
Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e. V. (DGRh) und ihre Arbeitsgemeinschaft Kompetenznetz Rheuma (KNR) führen seit 2019 erfolgreich eine gemeinsame Forschungsinitiative durch. Damit schaffen sie eine Grundlage für nachhaltige rheumatologische Forschung und Wissenschaft an Einrichtungen der universitären Rheumatologie und Klinischen Immunologie in Deutschland. Die Arbeitsgemeinschaft Junge Rheumatologie (AGJR) der DGRh unterstützt das Projekt.
Für den achten Förderabschnitt 2027/2028 schreibt die DGRh einen Forschungspreis zur Förderung eines weiteren wissenschaftlichen Projekts aus, der gemeinsam mit der UCB Pharma GmbH finanziert wird.
Die Forschungsinitiative von DGRh und KNR richtet sich an junge Wissenschaftler:innen auf dem Weg zur Habilitation. Antragsberechtigt sind daher ausschließlich folgende Personengruppen:
Die Struktureinheit der Antragstellenden muss über mindestens eine bestehende W2-Professur im Bereich Rheumatologie verfügen sowie eine ausgewiesene grundlagenorientierte rheumatologische Ausrichtung der Forschungsaktivitäten vorweisen. Von der DGRh unterstützte Stipendiat:innen müssen während der geförderten Zeiträume entsprechend dem Förderumfang (Vollzeit/Teilzeit) von klinischen Verpflichtungen freigestellt werden.
Ziel ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Rheumatologie und klinischen Immunologie und zugleich deren stärkere Sichtbarkeit an medizinischen Hochschulen. Die Förderung umfasst eine zweijährige wissenschaftliche Projektunterstützung, die bei anteiliger Finanzierung auch über einen längeren Zeitraum möglich ist. Sie soll Nachwuchswissenschaftler:innen die nötigen Freiräume geben, um eigene innovative Forschungsprojekte unabhängig von klinischen Verpflichtungen weiterzuentwickeln und ihre akademische Laufbahn nachhaltig aufzubauen.
Zusätzlich zur finanziellen Unterstützung werden die Geförderten systematisch in die wissenschaftlichen Strukturen der DGRh eingebunden. Dies umfasst:
Auch diese Maßnahmen tragen zur langfristigen Förderung akademischer Karrieren in der rheumatologischen Forschung bei.
Förderfähig sind wissenschaftliche Projekte aus allen Bereichen der rheumatologischen Forschung, die auf innovativen wissenschaftlichen Ideen beruhen und das Potenzial für drittmittelgeförderte Anschlussprojekte besitzen. Im Interesse der Nachhaltigkeit der Förderung wird erwartet, dass spätestens zum Abschluss der Förderperiode ein Antrag bei der Deutschen Forschungsgemein-schaft (DFG) gestellt wird.
Erfolgreiche Antragsteller:innen für die aktuelle Förderphase werden auf dem 55. Kongress der DGRh 2027 in Berlin vorgestellt und ausgezeichnet. Die Institution der geförderten Person erhält zudem die Urkunde „Ausgezeichnete Einrichtung der DGRh Forschungsinitiative 2027“.
Projektanträge (max. 10 Seiten, angelehnt an das DFG-Format sowie CV und Unterstützungsschreiben des AG-Leiters) sind digital bei der Geschäftsstelle der DGRh unter info@dgrh.de einzureichen. Die Bewerbungsfrist endet am 13. Dezember 2026. Nach Prüfung durch unabhängige Gutachter:innen entscheidet der Vorstand der DGRh über die Vergabe der Mittel. Bewerbungen aus Arbeitsgruppen von Vorstandsmitgliedern sind zulässig, sofern das jeweilige Mitglied vollständig aus allen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen ist. Bewerbungen durch Vorstandsmitglieder selbst sind ausgeschlossen.
Prof. Dr. med. Ina Kötter
Präsidentin der DGRh
Prof. Dr. med. Torsten Witte
Sprecher des Kompetenznetz Rheuma
Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e. V. (DGRh) und das Kompetenznetz Rheuma (KNR) setzen mit der Forschungsinitiative ihre Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der universitären Rheumatologie fort. Mit der diesjährigen Förderung wird bereits das siebte Stipendium im Rahmen dieser Initiative vergeben.
Die Förderung geht 2026 an Dr. rer. biol. hum. Maria Sokolova vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, für ihr Projekt „Von der Mukosa zum Gelenk: die Rolle mukosaler Immunreaktionen in der Pathogenese der Synovialitis und Identifikation der Biomarker des Therapieansprechens anhand von Synovialbiopsien“. Die Laudatio hielt Prof. Dr. med. Torsten Witte im Rahmen der Preisverleihung auf dem Deutschen Rheumatologiekongress 2026 in Leipzig.

Dr. Maria Sokolova studierte Humanmedizin an der Moskauer Staatlichen Lomonossow-Universität und wechselte 2018 an das Universitätsklinikum Erlangen. Dort forschte sie zunächst im Rahmen eines PARTNER-Fellowships zur Psoriasis-Arthritis und promovierte anschließend zum Thema IgA-Autoantikörper bei rheumatoider Arthritis. Seit 2022 arbeitet sie als Assistenzärztin für Innere Medizin und Rheumatologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel.
Dr. Sokolova engagiert sich zudem in der DGRh und der europäischen Nachwuchsarbeit. Sie ist seit 2019 Mitglied der DGRh und der Arbeitsgemeinschaft Junge Rheumatologie, war von 2020 bis 2023 im Emerging EULAR Network aktiv und gehört seit 2024 der Leitlinienkommission zur S3-Leitlinie „Therapie der rheumatoiden Arthritis mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten“ an. 2020 erhielt sie bereits den Wissenschaftspreis der Arbeitsgemeinschaft Junge Rheumatologie.
Mit dem geförderten Projekt führt Dr. Sokolova ihre Forschung zur Rolle von IgA-Autoantikörpern bei rheumatoider Arthritis fort. Sie untersucht, welchen Einfluss Immunreaktionen an den Schleimhäuten, insbesondere im Darm, auf entzündliche Prozesse im Gelenk haben und ob sich daraus Biomarker für das Therapieansprechen ableiten lassen. Dafür werden Synovialbiopsien sowie Blut-, Synovialflüssigkeits- und Stuhlproben untersucht. Mithilfe histologischer und immunologischer Verfahren, Single-Cell-Sequenzierung und Mikrobiom-Analysen sollen charakteristische Zell- und Gensignaturen identifiziert werden.
Ziel ist es, Merkmale zu identifizieren, die das Ansprechen auf Biologika vorhersagen und damit langfristig zu einer stärker individualisierten Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen beitragen können. Zugleich untersucht das Projekt die sogenannte Gut-Joint-Achse und damit die Verbindung zwischen mukosalen Immunprozessen und der Entstehung einer Synovialitis.
Mit der Förderung unterstützt die DGRh Dr. Maria Sokolova dabei, ihre klinische Tätigkeit und ihre translationale Forschung weiter miteinander zu verbinden und ihr wissenschaftliches Profil in der Rheumatologie auszubauen.
Die Forschungsinitiative der DGRh richtet sich an wissenschaftliche Neueinsteiger mit hohem Entwicklungspotenzial sowohl in der Wissenschaft als auch in der Gremienarbeit der Fachgesellschaft. Ziel ist es, akademische Karrieren langfristig zu fördern und die Sichtbarkeit und Bedeutung der wissenschaftlichen Rheumatologie an Hochschulen zu stärken.

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e.V. (DGRh) und das Kompetenznetz Rheuma (KNR) knüpfen mit einem weiteren Stipendium an ihre erfolgreiche Initiative zur Förderung nachhaltiger wissenschaftlicher Forschung im Bereich der universitären Rheumatologie in Deutschland an.
In diesem Jahr geht die Förderung an Dr. med. Phuong Nguyen für ihr geplantes Projekt „Identifizierung von pathologisch expandierten T-Zell-Klonen in der rheumatoiden Arthritis“. Die Laudatio hielt Prof. Dr. med. Bimba F. Hoyer, Sprecherin des KNR, im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Deutschen Rheumatologiekongresses 2024.
Die Forschungsinitiative der DGRh richtet sich an die Zielgruppe der wissenschaftlichen "Neueinsteiger:innen" mit hohem Entwicklungspotential sowohl in der Wissenschaft als auch in der DGRh Gremienarbeit. Ziel ist es, akademische Karrieren langfristig zu fördern und die Sichtbarkeit und Bedeutung der wissenschaftlichen Rheumatologie an Hochschulen zu erhöhen.

Rheumatologin Dr. med. Phuong Nguyen studierte von 2011 bis 2018 Humanmedizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Ihre Promotion zum Thema „Metabolic regulation of prolyl-hydroxylase domain-containing protein and hypoxia-inducible factor in glioblastoma“ schloss sie im Jahr 2022 unter der Betreuung von Prof. Dr. med. Till Acker am Institut für Neuropathologie der Justus-Liebig-Universität Gießen mit der Gesamtnote „summa cum laude“ ab.
Seit 2020 ist Dr. Nguyen als Clinician Scientist in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. med. Ulf Wagner in der Experimentellen Rheumatologie am Universitätsklinikum Leipzig tätig.
Parallel dazu absolviert sie seit 2021 den Masterstudiengang Clinical Research and Translational Medicine an der Universität Leipzig. Ein bedeutendes Element ihres wissenschaftlichen Werdegangs war auch ein Forschungssemester in der Arbeitsgruppe von Professor Eric Morand in der Abteilung für Rheumatologie bei Monash Health in Melbourne, Australien, das sie von November 2016 bis Februar 2017 absolvierte.
Das im Rahmen der Forschungsinitiative 2025 geförderte Projekt konzentriert sich auf die Untersuchung von pathologisch expandierten T-Zell-Klonen in der rheumatoiden Arthritis (RA). Diese Arbeit ist von wesentlicher Bedeutung, da die Aktivierung von autoreaktiven T-Zellen und deren klonale Expansion eine zentrale Rolle in der Pathogenese der RA spielen. Dr. Nguyen plant, durch hochauflösende Einzelzell-RNA-Sequenzierung die transkriptomischen Veränderungen dieser Zellen vor und nach einer Biologika-Therapie zu analysieren. Ziel ist es, T-Zell-Klone zu identifizieren, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zu den entzündlichen Prozessen der RA beitragen.
Durch ihre innovative Forschung trägt Dr. med. Phuong Nguyen wesentlich zum Verständnis der rheumatoiden Arthritis bei. Das Stipendium der DGRh und des KNR wird sie darin unterstützten, ihre zukunftsweisenden Forschungsansätze fortzusetzen. Die DGRh gratuliert der Stipendiatin sehr herzlich und dankt für ihr besonderes Engagement für die Rheumatologie.

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) und das Kompetenznetz Rheuma (KNR) starteten im Mai 2019 eine Forschungsinitiative zur Förderung nachhaltiger wissenschaftlicher Forschung an Einrichtungen der universitären Rheumatologie in Deutschland. Ziel der Maßnahme ist eine verbesserte Sichtbarkeit der wissenschaftlichen Rheumatologie an den Hochschulen. Dem Anliegen einer langfristigen Förderung akademischer Karrieren wird auch durch Vernetzung in ein von der DGRh organisiertes Mentoringprogramm, durch Einbindung in die Wissenschaftsplattform der DGRh sowie durch Aufnahme in Gremien der Fachgesellschaft Rechnung getragen. Ebenso verbunden ist damit ein Forschungspreis. Die Forschungsförderung und der dazugehörige Preis werden in diesem Jahr an PD Dr. David Simon vergeben für sein Projekt „Plasma cell depletion as an approach to reset autoimmunity in rheumatoid arthritis“.

Der 35-jährige Mediziner studierte zunächst 2010 bis 2017 in Hamburg Humanmedizin und begann im vergangenen Jahr ein weiteres Studium zum Master of Health and Business Administration an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, an deren Universitätsklinikum (Erlangen) er seit 2021 als Privatdozent tätig ist. Ebendort ist er drei Jahre zuvor erfolgreich promoviert worden. PD Dr. David Simon wechselte an die Charité – Universitätsmedizin Berlin 2023 und führt hier seine klinische Facharztausbildung fort in der Abteilung für Rheumatologie und Klinische Immunologie. Während seiner vorherigen Tätigkeit als Assistenzarzt am Universitätsklinikum Erlangen leitete er mit PD Dr. Arndt Kleyer die Arbeitsgruppe „Digitale Rheumatologie und experimentelle Bildgebung“. Für die aus dieser Kooperation hervorgegangene Arbeit „SARS-CoV-2 vaccination responses in untreated, conventionally treated and anticytokine-treated patients with immune-mediated infammatory diseases“ zeichnete ihn die Arbeitsgemeinschaft Junge Rheumatologie der DGRh im vergangenen Jahr mit ihrem Preis für Klinische Forschung aus. Darüber hinaus ist PD Dr. David Simon der Fachgesellschaft durch seine ehrenamtlichen Tätigkeiten verbunden, unter anderem in der Kommission „Digitale Rheumatologie“ seit 2018 sowie durch seine Mitwirkung in den Leitliniengruppen „Management kardiovaskulärer Komorbiditäten systemisch rheumatischer Erkrankungen“ und „Diagnoseerstellung und Therapie der Psoriasis Arthritis“ seit 2021.

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) und das Kompetenznetz Rheuma (KNR) starteten im Mai 2019 eine Forschungsinitiative zur Förderung nachhaltiger wissenschaftlicher Forschung an Einrichtungen der universitären Rheumatologie in Deutschland. Ziel der Maßnahme ist eine verbesserte Sichtbarkeit der wissenschaftlichen Rheumatologie an den Hochschulen. Dem Anliegen einer langfristigen Förderung akademischer Karrieren wird auch durch Vernetzung in ein von der DGRh organisiertes Mentoringprogramm, durch Einbindung in die Wissenschaftsplattform der DGRh sowie durch Aufnahme in Gremien der Fachgesellschaft Rechnung getragen. Ebenso verbunden ist damit ein Forschungspreis. Die Forschungsförderung und der dazugehörige Preis werden in diesem Jahr an Dr. med. Jan Henrik Schirmer vergeben für sein Projekt „Metabolom und Mikrobiom bei entzündlich-rheumatischen Gelenkerkrankungen als Prädiktoren für Therapieansprechen und Ziele für nutritive Interventionstherapien“.

"Metabolom und Mikrobiom bei entzündlich-rheumatischen Gelenkerkrankungen als Prädiktoren für Therapieansprechen und Ziele für nutritive Interventionstherapien“
Förderzeitraum: 01.02.2022 - 30.09.2023
Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) und das Kompetenznetz Rheuma (KNR) starteten im Mai 2019 eine Forschungsinitiative zur Förderung nachhaltiger wissenschaftlicher Forschung an Einrichtungen der universitären Rheumatologie in Deutschland. Ziel der Maßnahme ist eine verbesserte Sichtbarkeit der wissenschaftlichen Rheumatologie an den Hochschulen. Dem Anliegen einer langfristigen Förderung akademischer Karrieren wird auch durch Vernetzung in ein von der DGRh organisiertes Mentoringprogramm, durch Einbindung in die Wissenschaftsplattform der DGRh sowie durch Aufnahme in Gremien der Fachgesellschaft Rechnung getragen. Ebenso verbunden ist damit ein Forschungspreis. Die Forschungsförderung und der dazugehörige Preis werden in diesem Jahr an Prof. Dr. med. Ricardo Grieshaber-Bouyer vergeben für sein Projekt „Manipulation von Polarisierungszuständen Neutrophiler Granulozyten in chronisch entzündeten Geweben“.

Foto: Universitätsklinikum Heidelberg
„Manipulation von Polarisierungszuständen Neutrophiler Granulozyten in chronisch entzündeten Geweben“.
Förderzeitraum: 01.09.2021 – 31.08.2022
Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) und das Kompetenznetz Rheuma (KNR) starteten im Mai 2019 eine Forschungsinitiative zur Förderung nachhaltiger wissenschaftlicher Forschung an Einrichtungen der universitären Rheumatologie in Deutschland. Ziel der Maßnahme ist eine verbesserte Sichtbarkeit der wissenschaftlichen Rheumatologie an den Hochschulen. Dem Anliegen einer langfristigen Förderung akademischer Karrieren wird auch durch Vernetzung in ein von der DGRh organisiertes Mentoringprogramm, durch Einbindung in die Wissenschaftsplattform der DGRh sowie durch Aufnahme in Gremien der Fachgesellschaft Rechnung getragen. Ebenso verbunden ist damit ein Forschungspreis. Die Forschungsförderung und der dazugehörige Preis werden in diesem Jahr an Dr. med. Dr. phil. nat. Sorwe Mojtahed Poor und Dr. med. Ana Luisa Stefanski vergeben.

Dr. med. Dr. phil. nat. Sorwe Mojtahed Poor
"Individuelle Therapiesteuerung zur Reduktion des kardiovaskulären und -metabolischen Risikoprofils bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen durch Etablierung und Validierung eines kombinierten Biomarkerprofils"
Förderzeitraum: 01.01.2021 - 31.08.2022
Dr. med. Ana Luisa Stefanski
"Prädiktive Faktoren für eine Impfantwort bei Patient:innen unter RTX-Therapie"
Förderzeitraum: 01.11.2020 – 31.10.2022

Die bisherigen Stipendiatinnen und Stipendiaten stellen wir mit ihren Projekten in einer Broschüre zur Forschungsinitiative der DGRh vor.