Die DGRh und deren Arbeitsgemeinschaft „Kompetenznetz Rheuma“ loben seit dem Jahr 2021 jährlich zwei Promotionspreise für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Rheumatologie aus. Ausgezeichnet werden je eine klinisch orientierte und eine grundlagenwissenschaftliche Dissertation zu rheumatologischen Fragestellungen aus dem deutschsprachigen Raum.
Namensgeber des Preises ist Prof. Joachim Robert Kalden (1937-2021), ehemaliger Präsident und Ehrenmitglied der DGRh, Direktor emeritus der Medizinischen Klinik 3 der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen.
Als Kliniker und Rheumatologe widmete sich Joachim Kalden Zeit seines Lebens der immunologischen Forschung und verfolgte immer das Ziel, auf der Grundlage des Verständnisses der Pathophysiologie von immunologischen Erkrankungen Verfahren zur therapeutischen Beeinflussung zu entwickeln. Dementsprechend war er beteiligt an den allerersten therapeutischen Einsätzen von monoklonalen Antikörpern bei rheumatoider Arthritis und an den frühesten klinischen Studien mit innovativen Biologika.
Die Preise sind mit je 2000€ dotiert.
Bitte beachten Sie hierzu auch die Mittelvergabeordnung der DGRh e.V.
Die Entscheidung über die Verleihung der Promotionspreise erfolgt durch den Vorstand der DGRh. Die Preisverleihung findet im Rahmen des Deutschen Rheumatologiekongresses alljährlich statt.
Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e.V. (DGRh) zeichnet Dr. med. Jacob Casimir Ritter mit dem Joachim Kalden-Promotionspreis 2025 aus. Der 28-Jährige erhält die Auszeichnung für seine Dissertation zur „Charakterisierung des Interferonsignalweges in T- und B-Zellsubpopulationen bei COVID-19-Erkrankung und beim primären Sjögren-Syndrom“. Die DGRh würdigt damit eine herausragende wissenschaftliche Leistung auf dem Gebiet der Rheumatologie. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Deutschen Rheumatologiekongresses 2025 in Wiesbaden statt. Prof. Dr. med. Hendrik Schulze-Koops aus München hielt die Laudatio.
In seiner Dissertation untersuchte Dr. Ritter zwei Erkrankungen mit typischer Interferonsignatur: COVID-19 und das primäre Sjögren-Syndrom. Beide unterscheiden sich deutlich im klinischen Erscheinungsbild. Dr. Ritter analysierte gezielt die Aktivierung von Typ-I-Interferon-Signalwegen in definierten T- und B-Zellsubpopulationen. Mithilfe selbst entwickelter, multiparametrischer Durchflusszytometrie-Assays identifizierte er differenzierte Interferonantworten in B-Zellen beim primären Sjögren-Syndrom und stellte einen Zusammenhang zu klinischen Parametern her. Die Ergebnisse trügen wesentlich zum besseren Verständnis der Immunpathogenese bei, erläutert Prof. Dr. med. Thomas Dörner, Betreuer der Dissertation. Sie schaffen die Grundlage für neue diagnostische und therapeutische Ansätze – besonders bei bislang therapielimitierten Erkrankungen wie dem primären Sjögren-Syndrom.

Jacob Casimir Ritter absolvierte sein Medizinstudium an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Die Dissertation entstand in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie der Charité und dem Deutschen Rheumaforschungszentrum (DRFZ). Die Fakultät bewertete die Promotionsleistung mit summa cum laude. Das Berlin Institute of Health (BIH) förderte seine Forschung mit einem Promotionsstipendium. Ein ergänzendes Abschlussstipendium zur Erforschung von Autoimmunerkrankungen unterstützte ihn zusätzlich. Seit Herbst 2024 arbeitet Dr. Ritter als Assistenzarzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselmedizin der Charité.
Auch über die Forschung hinaus engagiert sich Dr. Ritter: Über mehrere Jahre engagierte er sich in der akademischen Selbstverwaltung der Charité, insbesondere als studentischer Vertreter in Habilitations- und Berufungskommissionen. Seit 2024 bringt er sich außerdem als Mentor in einem Programm für Medizinstudierende ein.
Mehrere Organisationen in der Rheumatologie zeichneten Dr. Ritter für seine Studien bereits aus. Im Jahr 2024 erhielt er unter anderem den Wissenschaftspreis der AG junge Rheumatologie sowie den Preis des Ideenwettbewerbs der Deutschen Rheumastiftung.


Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e.V. (DGRh) verleiht in diesem Jahr zum vierten Mal den Joachim Kalden-Promotionspreis. Mit diesem Preis würdigt die Fachgesellschaft eine herausragende Dissertation auf dem Gebiet der Rheumatologie. Preisträger ist Dr. med. Jakob Höppner aus Herne, der für seine exzellente wissenschaftliche Arbeit mit dem Titel „Klinisch-immunologische Charakterisierung von Patienten mit Systemischer Sklerose“ ausgezeichnet wird. Der Preis ist mit 2.000 EUR dotiert. Die Laudatio hält Prof. Dr. med. Hendrik Schulze-Koops, München.

Der diesjährige Preisträger, geboren 1996 in Herne, absolvierte sein Studium der Humanmedizin bis 2022 an der Universität Witten/Herdecke. Im Anschluss war er zunächst ein halbes Jahr als Studienarzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter am St. Josef Hospital der Ruhr-Universität Bochum tätig. Im Folgejahr promovierte er mit seiner Dissertation „Klinisch-immunologische Charakterisierung von Patienten mit Systemischer Sklerose“, in der er einen besonderen Fokus auf die Immundysregulation und Vaskulopathie legte. Betreut wurde seine Dissertation an der Universität Witten/Herdecke durch Prof. Dr. Wolfram Windisch. Derzeit absolviert Dr. Höppner ein Post-Doctoral Research Fellowship am renommierten Massachusetts General Hospital in Boston, MA-USA. Anschließend an diese Forschungszeit plant Dr. Höppner, nach Deutschland zurückzukehren, um seine ärztliche Aus- und Weiterbildung in Innerer Medizin und Rheumatologie zu absolvieren. Darüber hinaus möchte er ausdrücklich auch in Zukunft wissenschaftlich tätig sein.
Der Joachim Kalden-Promotionspreis wird von der DGRh und der Arbeitsgemeinschaft „Kompetenznetz-Rheuma“ (KNR) jährlich für herausragende wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Rheumatologie vergeben. Die Auszeichnung ist nach Professor Dr. med. Joachim R. Kalden benannt, einem renommierten deutschen Immunologen und Rheumatologen, der als ehemaliger Präsident und Ehrenmitglied der DGRh sowie durch seine wegweisenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Autoimmunerkrankungen weltweit Anerkennung fand.
Mit der Verleihung des Preises an Dr. med. Jakob Höppner setzt die DGRh ihre Tradition fort, herausragende wissenschaftliche Leistungen junger Rheumatolog:innen zu honorieren und zu fördern. Wir gratulieren Dr. Höppner herzlich zu der Ehrung und wünschen Ihm weiterhin viel Erfolg in seiner wissenschaftlichen Laufbahn.

Zum dritten Mal verleiht die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. den Joachim-Kalden-Promotionspreis. In diesem Jahr geht dieser Preis für herausragende Dissertationen auf dem Gebiet der Rheumatologie an Dr. med. Jule Taubmann für ihre exzellente grundlagenwissenschaftliche Doktorarbeit. Der Preis ist mit 2.000 EUR dotiert.

Jahrgang 1993, absolvierte Jule Taubmann ab 2013 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zunächst ein erfolgreiches Bachelorstudium der Molekularmedizin und im Anschluss ihr Medizinstudium mit einem Staatsexamen. Seit 2021 ist sie als Assistenzärztin in der Abteilung für Innere Medizin 3, Rheumatologie und Immunologie des Universitätsklinikums Erlangen tätig. Ebendort wurde die Nachwuchswissenschaftlerin auch 2022 mit ihrer Dissertation „Metabolic reprogramming of osteoclasts represents a therapeutic target during the treatment of osteoporosis“ promoviert. In diesem Jahr zeichnet die DGRh Dr. Jule Taubmann für diese Arbeit mit dem Joachim-Kalden-Promotionspreis aus. Ihre fortgeschrittenen Kenntnisse in der klinischen Forschung erlangte die Medizinerin durch eine mehr als achtjährige Laborerfahrung. Zu ihren wissenschaftlichen Aktivitäten gehört unter anderem die Beteiligung am Verbundprojekt „Ein effektives multidimensionales Risikostratifizierungskonzept, das auf gezielter klinischer Untersuchung, Screening-Tools, patientenbezogenen Ergebnissen, Telemedizin und handgeführtem Ultraschall basiert, um die Überweisungen von Patienten mit Psoriasis von der Dermatologie zur Rheumatologie zu verbessern“, das seit 2022 von der AG Junge Rheumatologie der DGRh unterstützt wird.
Die DGRh und ihre Arbeitsgemeinschaft „Kompetenznetz Rheuma“ (KNR) loben jährlich zwei dieser Promotionspreise für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Rheumatologie aus. Ausgezeichnet werden seit 2021 je eine klinisch orientierte und eine grundlagenwissenschaftliche Dissertation zu rheumatologischen Fragestellungen aus dem deutschsprachigen Raum. Namensgeber des Preises ist Prof. Joachim Robert Kalden (1937-2021), ehemaliger Präsident und Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie, Direktor emeritus der Medizinischen Klinik 3 der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen.

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) verleiht in diesem Jahr zum zweiten Mal den Joachim-Kalden-Promotionspreis. Mit dem Preis würdigt die Fachgesellschaft zwei von ihren jeweiligen Autoren eingereichte exzellente Doktorarbeiten. In diesem Jahr gingen die Promotionspreise an Dr. med. Lisa Jasmin Müller und Dr. med. Arman Aue, zwei in Berlin tätige Nachwuchswissenschaftler.

In diesem Jahr zeichnet die DGRh Dr. med. Lisa Jasmin Müller als Preisträgerin des Joachim-Kalden Promotionspreises aus. Die 1992 in Greven geborene Nachwuchswissenschaftlerin studierte Humanmedizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und war im Anschluss an ihre Dissertation Ende 2020 für knapp zwei Jahre als Assistenzärztin am Universitätsklinikum Heidelberg tätig. Ausgezeichnet wurde die 30-jährige Medizinerin für ihre Arbeit „Funktionelle Korrelate Follikulärer T-Helferzellen in der Lunge von Sarkoidose-Patienten und in einem murinen Atemwegs-Inflammationsmodell“, mit der sie 2021 an der Charité - Universitätsmedizin Berlin, am Deutschen Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ) und am Robert-Koch-Institut promoviert wurde. Derzeit absolviert Dr. Müller ihre Facharztausbildung für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie in Berlin.

Der aus Wien stammende Dr. med. Arman Aue, Jahrgang 1993, absolvierte sein Studium der Humanmedizin ebenfalls an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Dort wurde auch 2021 seine Dissertation mit dem Titel „Signifikant erhöhte STAT1-Spiegel in Lupus-B-Zellen als Verknüpfung gesteigerter Interferonsignatur und gestörter B-Zellfunktion“ mit Summa cum laude angenommen. Dafür zeichnete die DGRh ihn mit dem Joachim-Kalden-Promotionspreis 2022 aus. Seit Januar 2020 ist Dr. Arman Aue ebendort in der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und internistische Intensivmedizin als Assistenzarzt und Wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig.
Die DGRh und ihre Arbeitsgemeinschaft „Kompetenznetz Rheuma“ loben seit 2021 den Joachim-Kalden-Promotionspreis aus. Dieser umfasst je eine klinisch orientierte und eine grundlagenwissenschaftliche Dissertation zu rheumatologischen Fragestellungen aus dem deutschsprachigen Raum. Prof. Dr. med. Hendrik Schulze-Koops überreichte die Preise an die beiden Nachwuchswissenschaftler und würdigte sie mit seiner Laudatio während der Eröffnungsveranstaltung des Jubiläumskongresses der DGRh e.V. in Berlin.

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. verleiht in diesem Jahr zum ersten Mal den Joachim-Kalden-Promotionspreis. Mit dem Preis würdigt die Fachgesellschaft zwei von ihren jeweiligen Autoren eingereichte herausragende Doktorarbeiten. Einer der beiden Preisträger ist Dr. med. Eerik Johannes Ahomaa aus Herne. Weiterer ebenbürtiger Preisträger ist Dr. med. Peter Kvacskay aus München.

Dr. Eerik Johannes Ahomaa begann zunächst eine Ausbildung zum Physiotherapeuten und schloss danach nahtlos ab dem Jahr 2014 das Studium der Humanmedizin an der Ruhr-Universität in Bochum an. 2017 begann er seine Promotion zum Thema „Zusammenhang zwischen selbstberichteter Funktionsfähigkeit und tatsächlicher Leistungsfähigkeit bei Patienten mit axialer Spondyloarthritis“. Dafür untersuchte er 200 Patienten mit dem Ergebnis, dass Patienten mit einer eingeschränkten tatsächlichen Leistungsfähigkeit teilweise ihre individuelle Funktionsfähigkeit besser einschätzten als Patienten ohne Einschränkungen und umgekehrt. Der 31-Jährige erlangte Anfang dieses Jahres seinen Doktorgrad der Medizin. Dabei betreuten ihn Prof. Dr. med. Jürgen Braun und PD Dr. med. Uta Kiltz. Dr. Ahomaa ist derzeit als Assistenzarzt in der Wirbelsäulenchirurgie und Orthopädie des St. Franziskus Hospital in Köln tätig.

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologiezeichnet in diesem Jahr Dr. med. Peter Kvacskay als einen der beiden Preisträger des Joachim Kalden-Promotionspreises aus. In seiner experimentellen Promotionsarbeit hatte Dr. Kvacskay das Ziel, die Stoffwechselprozesse in chronisch aktivierten synovialen Fibroblasten zu analysieren und ansatzweise das inflammatorische Milieu nachzubilden.
Der 28-Jährige begann 2012 sein Studium der Humanmedizin an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg, welches er im letzten Jahr erfolgreich abschloss. Seine Promotionsarbeit hat den Titel „Einfluss von CD4-positiven Lymphozyten auf den Glukosemetabolismus synovialer Fibroblasten bei der rheumatoiden Arthritis“ und ist in „Arthritis Research and Therapy“ publiziert. Betreut wurde er von Prof. Dr. med. Hanns-Martin Lorenz. Dr. Kvacskay ist derzeit als Assistenzarzt in der Sektion Rheumatologie am Universitätsklinikum in Heidelberg tätig.
Mit dem Joachim Kalden-Promotionspreis ehrt die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. mit ihrer Arbeitsgemeinschaft „Kompetenznetz Rheuma“ zwei herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Rheumatologie. Ausgezeichnet werden je eine klinisch orientierte und eine grundlagenwissenschaftliche Dissertation zu rheumatologischen Fragestellungen aus dem deutschsprachigen Raum. Das Preisgeld beträgt je 2000 Euro. Namensgeber des Preises ist Prof. Dr. Joachim Robert Kalden (1937-2021), ehemaliger Präsident und Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Direktor emeritus der Medizinischen Klinik 3 der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen.
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