Die John Grube Foundation e.V. mit Sitz in Hamburg, vergibt zu Ehren des jung an Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) verstorbenen Namensgebers den „John Grube Preis“. Seit dem Jahr 2021 beteiligt sich die DGRh an der Vergabe, indem sie ein Vorstandsmitglied in den Beirat der Stiftung entsendet und mit dem Deutschen Rheumatologiekongress der Verleihung eine Plattform und einen würdigen Rahmen bietet. Der John Grube Preis zeichnet Forschungsarbeiten aus, die einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis und zur Behandlung von ANCA-assoziierten Vaskulitiden leisten. Dank einer großzügigen Spende an die DGRh beläuft sich das Preisgeld in diesem Jahr auf 20.000 Euro. Die Ausschreibung des Preises erfolgte erstmalig im Jahr 2021.
John Grube verstarb 2017 an den Folgen eines ungewöhnlich schweren Schubs einer Granulomatose mit Polyangiitis (GPA). Einige Monate später gründeten Angehörige und Freunde die John Grube Foundation e.V., um sich für die Erforschung, eine bessere Informationslage und umfangreicherer Unterstützung für Erkrankte und Angehörige einzusetzen.
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John Grube Foundation e.V.
Ohnhorststraße 31
22609 Hamburg
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+49 170/9656396
Und gerne auch an die Geschäftsstelle der DGRh.
Seit 2021 vergibt die John Grube Foundation e.V. jährlich den John Grube Forschungsförderpreis. Sie würdigt damit Forschungsarbeiten, die einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis und zur Behandlung von ANCA-assoziierten Vaskulitiden leisten – insbesondere zur Granulomatose mit Polyangiitis (GPA). Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Eröffnung des Deutschen Rheumatologiekongresses 2023 in Leipzig. Der Beirat der Stiftung, dem auch ein Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) angehört, entschied sich nach intensiver Begutachtung in diesem Jahr für die Auszeichnung zweier Wissenschaftler: Professor Dr. med. Peter Lamprecht und Dr. med. Sebastian Klapa für ihre gemeinsame Arbeit „Antikörper gegen den Komplementrezeptor C5aR als Biomarker und zukünftige Therapieoption bei ANCA-assoziierter Vaskulitis“.

Der Facharzt für Innere Medizin, Rheumatologie und Klinische Immunologie, Jahrgang 1963, stammt aus Kiel, wo er an der Christian-Albrechts-Universität sein Medizinstudium absolvierte. Professor Lamprecht wurde während seiner Forschungsaufenthalte am Nuffield Department of Medicine, Oxford, Vereinigtes Königreich sowie in Bad Bramstedt und Lübeck in zellulärer und molekularer Immunologie ausgebildet. Für seine Forschungen zur Rolle von T-Zellen bei der chronischen Entzündung der Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) wurde er 2004 mit dem Rudolf-Schoen-Preis der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V. ausgezeichnet. Im Jahr 2008 ernannte ihn die Universität zu Lübeck zum Professor und Koordinator des DFG-geförderten Sonderforschungsbereichs 170 "Frühe Pathogenese der GPA" an der. Derzeit ist er als Berater in der Abteilung für Rheumatologie und Klinische Immunologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck tätig. Weiterhin ist der Mediziner Mitglied des Exzellenzclusters "Precision Medicine in Chronic Inflammation" und PI des Gemeinsamen Vaskulitisregisters im deutschsprachigen Raum (GeVas) sowie stellvertretender Direktor des Comprehensive Center of Inflammation Medicine (CCIM) am UKSH, Campus Lübeck. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die AAV-Pathogenese einschließlich der Rolle von ANCA und Neutrophilen bei Endothelschäden und chronischer Entzündung, Toleranzverlust, Autoantigene (PR3, MPO), die Rolle von Eosinophilen bei EGPA, Immunopeptidom, antigenspezifische B- und T-Zellen, Komplement und Mikrobiom.

Sebastian Klapa, Jahrgang 1980, ist Oberarzt in der Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck. Dort schloss er zuvor sein Studium der Humanmedizin erfolgreich ab. Seine Facharztausbildung in Innerer Medizin und Rheumatologie absolvierte Klapa in den Kliniken Hamburg, Kiel und Lübeck/Bad Bramstedt. Er ist approbierter Internist und Rheumatologe. Der gebürtige Magdeburger wurde während seines Forschungsaufenthaltes am Nuffield Department of Medicine, Oxford, UK und in Bad Bramstedt, Kiel und Lübeck in zellulärer und molekularer Immunologie ausgebildet. Derzeit erhält er Fördermittel des BMVG für grundlagenwissenschaftliche und translationale Projekte. Dr. Klapa ist Mitglied in der Arbeitsgruppe von Prof. Lamprecht und Prof. Koch in Lübeck. Der Schwerpunkt seiner Forschungen liegt auf der AAV-Pathogenese, einschließlich der Rolle der antigenspezifischen T- und B-Zellen, des Komplementsystems und der Anti-GPCR-Aab.

Der Mediziner PD Dr. med. Björn Tampe von der Universitätsmedizin Göttingen erhält für seine Arbeit mit dem Titel „Comparative analysis of SGLT-2 expression in renal vasculitis and lupus nephritis“ den John Grube Forschungsförderpreis 2022. Die John Grube Foundation e. V. verleiht diesen Preis seit 2021, gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V. Sie fördert auf diese Weise Forschungsarbeiten, die einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis und zur Behandlung von ANCA-assoziierten Vaskulitiden leisten – insbesondere zur Granulomatose mit Polyangiitis (GPA). Der Beirat der Stiftung, dem auch die DGRh angehört, entschied sich nach eingehender Begutachtung in diesem Jahr den 40-jährigen Mediziner auszuzeichnen. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Eröffnung des 50. Kongresses der DGRh in Berlin statt.

Preisträger Björn Tampe absolvierte sein Studium der Humanmedizin an der Georg-August-Universität Göttingen und wurde dort 2012 mit seiner Arbeit über “Die Rolle der Bone Morphogenetic Proteine (BMP)-5 und -7 in der humanen Normalniere und der hypertensiven Nephropathie” an der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie promoviert. Zehn Jahre später folgte seine Habilitationsleistung mit dem Titel “ Epigenetische Reprogrammierung von Fibroblasten als therapeutischer Ansatz bei renaler Fibrogenese” am Fachbereich Innere Medizin und Nephrologie der Georg-August-Universität und Universitätsmedizin Göttingen. Seit Oktober 2021 ist Tampe ebendort Geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie.
Der 40-jährige Mediziner ist mit mehreren Stipendien und Ehrungen ausgezeichnet worden, unter anderem 2019 mit dem Inge und Fritz Kleekamm-Preis der Deutschen Alzheimerstiftung und 2015 mit dem Young Investigator Award der International Society of Nephrology (ISN). Der Familienvater ist der zweite Preisträger des John Grube Forschungspreises.

Die John Grube Foundation e.V. verleiht 2021 zum ersten Mal den John Grube Forschungsförderpreis. Sie würdigt damit Forschungsarbeiten, die einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis und zur Behandlung von ANCA-assoziierten Vaskulitiden leisten – insbesondere zur Granulomatose mit Polyangiitis (GPA). Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Eröffnung des virtuellen Deutschen Rheumatologiekongresses 2021. Der Beirat der Stiftung, dem auch die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) angehört, entschied sich nach eingehender Begutachtung, in diesem Jahr eine Gruppe von drei Wissenschaftlern auszuzeichnen.
Die Forschergruppe setzte sich zum Ziel, den Effekt von Immunsuppressiva auf das Immunsystem bei ANCA-assoziierten Vaskulitiden zu untersuchen. Der Schwerpunkt der Analysen lag dabei zuletzt auf den „Natürlichen Killer-Zellen“ (NK), da diese in dem Kontext bisher kaum untersucht worden sind. Entsprechend lautet der Titel der Arbeit „Natürliche Killer-Zellen in der Therapie von ANCA-assoziierten Vaskulitiden“.

Preisträger Dr. med Wolfgang Merkt studierte Humanmedizin an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und an der Université Catholique de Lille. Er promovierte über die Signaltransduktion in Natürlichen Killer Zellen in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Carsten Watzl am Institut für Immunologie Heidelberg. Der Rheumatologe ist seit diesem Jahr Funktionsoberarzt der Sektion Rheumatologie am Universitätsklinikum Heidelberg.

Der Geehrte, Prof. Dr. med. Raoul Bergner, schloss sein Studium der Humanmedizin an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg ab und promovierte über die Ototoxizität von Vancomycin bei PD. Dr. Thomas Lenarz in der Hals-Nasen-Ohren-Klinik der Universität Heidelberg. 2014 wurde er zum außerplanmäßigem Professor ernannt und leitet seit 2020 den Fachbereich Nephrologie/Rheumatologie als Chefarzt am Klinikum der Stadt Ludwigshafen.

Laureat Prof. Dr. med. Nils Venhoff schließlich, studierte Humanmedizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, wo er mit „summa cum laude“ promovierte. Seit 2019 ist er außerplanmäßiger Professor und derzeit geschäftsführender Oberarzt und Lehrbeauftragter der Klinik für Rheumatologie und klinische Immunologie am Universitätsklinikum Freiburg.
Die John Grube Foundation e.V. vergibt den Preis zu Ehren des im Jahr 2017 jung an Granulomatose mit Polyangiitis verstorbenen Hamburger Schülers John Grube. Der Verein möchte auf diese Weise einen Anreiz für Mediziner und Forschende schaffen, die selten vorkommende GPA eigehender zu erforschen. Der Preis ist mit 15.000 Euro ausgestattet. Preisträger verpflichten sich, das Preisgeld ausschließlich für die Durchführung des beantragten Forschungsvorhabens zu verwenden.