Behandlung rheumatischer Erkrankungen mit Curcuma und Curcumin

1. Möglicher Wirkmechanismus, wirksame Substanzen, vorhandene Präparate

Die Indische Gelbwurz oder Kurkuma (engl: turmeric, lat. Curcuma longa) ist eine Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse, die in Südostasien heimisch ist. Als Kurkuma wird auch das orangegelbe Pulver aus den Rhizomen (Wurzelstöcken) der Pflanze bezeichnet. In Indien wird dieses Pulver als Gewürz in großen Mengen konsumiert, aber auch zum Färben verwendet [34]. Kurkuma enthält zwischen 2 und 9% Curcuminoide. Hauptbestandteil ist Curcumin, weitere Vertreter sind z.B. Demethoxycurcumin und Bisdemethoxycurcumin [8]. Es wird angenommen, dass der weit verbreitete Konsum von Kurkuma zur niedrigeren Inzidenz von kolorektalen und Prostata-Karzinomen sowie Alzheimer’scher Erkrankung in Indien beiträgt, verglichen mit westlichen Industrieländern (Übersicht in [34]). Positive Effekte von Curcumin auf chronisch- entzündliche Darmerkrankungen werden in einer englischen [21] und einer deutschen [18] gastroenterologischen Leitlinie erwähnt, ohne dass daraus eine konkrete Therapieempfehlung abgeleitet wurde.

Im MMI Pharmindex sind ca. 200 Präparate mit Curcuma aufgeführt, entweder als Monosubstanz oder in Kombination mit anderen Pflanzenstoffen wie schwarzem Pfeffer, Weihrauch, Kapuzinerkresse und Basilikum. Die Mehrzahl wird als nicht- apothekenpflichtige Nahrungsergänzungsmittel angeboten, zusätzlich mindestens 50 als homöopathische Präparate.

Chemische und pharmakologische Zusammensetzung

Curcumin ist eine natürlich vorkommende Verbindung aus der Gruppe der Diarylheptanoide. Über eine ungesättigte C7-Kette, die eine 1,3-Diketoneinheit enthält, sind dabei zwei o-Methoxyphenolreste miteinander verbunden. Die Verbindung kann zur Stoffgruppe der pflanzlichen Polyphenole gezählt werden(Quelle: Wikipedia und [9]).

Eine Besonderheit von Curcumin ist seine schlechte Bioverfügbarkeit, so dass gesunde Probanden bis zu einer Tagesdosis von 8 Gramm keine messbaren Serumkonzentrationen erreichen [22]. Bei Dosierungen von bis zu 12 Gramm ist Curcumin in glucuronierter oder sulfatierter Form im Plasma nachweisbar [35]. Messungen der Plasmaspiegel von Patienten mit verschiedenen Tumorerkrankungen und M. Alzheimer kamen zu uneinheitlichen Ergebnissen, so dass von einer schlechten und inkonsistenten Bioverfügbarkeit der Substanz ausgegangen werden muss (Übersicht in [34]). Aus diesem Grunde wird an mehreren Carriersystemen geforscht, welche die Aufnahme von Curcumin verbessern sollen. Dazu gehören natürliche Substanzen wie Piperin, ein Alkaloid aus schwarzem Pfeffer, sowie essentielle Öle aus der Gelbwurzpflanze selbst. Weitere Ansätze befassen sich mit mikronisiertem Kurkuma-Pulver und der Einbettung in hydrophile Nanopartikel, welche die Resorption um das bis zu 27-fache erhöhen. (Übersicht in [34]). Die Anwendung von Detergentien zur Erzeugung von Mizellen steigerte die Resorption von Curcumin sogar um den Faktor 185 [31].

Effekte in vitro und in Tiermodellen

In vitro weist Curcumin immunmodulierende, antiinflammatorische und antioxidative Effekte auf. Im Bereich der T-Zell-Funktion gehören dazu die Down-Regulation von IL-17, Interferon alpha, NF-kB und von Adhäsionsmolekülen (Übersicht in [29]). Die antioxidative Wirkung beruht offenbar auf der Hemmung von Cyclooxygenasen und Lipoxygenasen und induzierbarer NO-Synthetase (Übersicht in [25]). Curcumin interferiert mit dem Januskinasen- und mTOR-System und induziert in vitro Apoptose von mutierten Zellen [27], ein Hinweis für eine antiproliferative Wirkung, die bedeutsam für neoplastische Erkrankungen sein könnte.

Im Tiermodell reduzierte Curcumin die Pfotenschwellung, den CRP—Spiegel und die Spiegel von proinflammatorischen Zytokinen in der Adjuvans-Arthritis der Ratte, wobei die Vergleichsgruppe unter Ibuprofen eine stärkere Wirkung zeigte [3]. Im Staphylococcal-cell-wall (SCW-) Modell der Ratte konnte die Arthritis durch eine intraperitoneale und orale Gabe von hochgereinigtem Curcumin zwar nicht verhindert, aber im Verlauf deutlich abgeschwächt werden [11]. Weitere Arbeiten zur Adjuvans- induzierten und zur Kollagen-Induzierten Arthritis zeigten sowohl für natives Curcumin als auch für Curcumin in Nanopartikeln die Reduktion knorpelzerstörender Enzyme, Prostaglandine und die Hemmung der Pannusbildung und synovialen Hyperplasie. Curcumin war dabei vergleichbar potent wie Naproxen, Indomethazin, MTX und Rapamycin (Übersicht in [34]).

2. Überblick über die wissenschaftliche Evidenz zur klinischen Wirksamkeit in der Literatur

Eine Literaturrecherche zu den Stichworten „turmeric“ und „arthritis“ lieferte für Untersuchungen an Menschen 159 Zitate (Stand 24.6.2025). Davon erschienen 28 als „clinical trial“, 12 als Metaanalysen. Unter „curcumin“ und „arthritis“ wurden 296 Zitate aufgeführt, davon 39 als clinical trial, 17 als Metaanalysen. Unter „Curcumin“ und „autoimmune disease“ wurden 192 Resultate aufgelistet („clinical trial“ 18, Metaanalyse 9). Die entsprechenden Zahlen für „Turmeric“ und „autoimmune disease“ waren 85, 4 und 6.

Arthrosen 

Die Mehrzahl der Studien zu Curcuma wurden an Arthrosepatienten durchgeführt, überwiegend an Patienten mit Gonarthrose. Viele Studien fand in Indien [15, 17, 19, 24, 26, 32, 33] oder Thailand [20, 28, 30] statt. Verwendet wurde Curcumin als Reinextrakt oder in Formulierungen, die auf eine Verbesserung der Bioverfügbarkeit gerichtet waren [4, 13, 26, 32, 33]. Zur Anwendung kam auch die Kombination mit anderen Substanzen, z.B. Weihrauch (Boswellia serrata) [4, 12, 17], Boswellia und Myrobalane (Terminalia chebula) [15] oder Schlafbeere (Withania somnifera), Boswellia und Zink [19]. Die Vergleichsgruppen nahmen entweder Placebo [12, 13, 15, 19, 26], Ibuprofen [20, 30], Diclofenac [28], Celecoxib [17], Paracetamol [33] oder Glucosaminsulfat [16, 24] ein. Berichtet wurde über eine stärkere Wirkung als Placebo [12, 13, 26], Gleichwertigkeit zu NSAR [20], Paracetamol [33] oder Standardbehandlung [4]. In einer Studie war die Kombination von Curcuma-longa-Extrakt und Diclofenac nur tendenziell wirksamer als Diclofenac allein [28], während eine Kombination aus Curcuma und Gelbwurz-Öl die Wirkung von Diclofenac signifikant verstärkte [32].

Eine Metaanalyse von 15 randomisierten kontrollierten Arthrosestudien mit insgesamt 1621 Patienten bescheinigte Curcuma-longa-Extrakt und Curcumin eine positive Wirkung auf die visuelle Analogskala für Schmerz und die WOMAC-Scores für Schmerz, Funktion und Steifheit. Die Verträglichkeit der Substanzen lag im Placebobereich. Ein signifikantes Risiko für Bias ergab sich bei 3 der 15 Studien bezüglich ihrer Verblindung [38].

Die (nicht mehr aktuelle) deutsche S3-Leitlinie zur Coxarthrose von 2019 erwähnt positive Studien zu Kurkuma bei degenerativen Gelenkerkrankungen, hält die Studienlage für eine Empfehlung aber für unzureichend 1.

Rheumatoide Arthritis

Für die RA ist eine dreiarmige, doppelblinde Studie mit Curcumin in einer Formulierung mit erhöhter Bioverfügbarkeit publiziert worden. Je 12 Patienten erhielten 250 oder 500mg Curcumin in einer Mischung mit Gelbwurz-Öl und wasserlöslichen Gelbwurz-Extrakten. Die Ergebnisse zeigten eine hochsignifikante Abnahme des DAS28 nach 90 Tagen, die mit 53 bzw. 66% deutlich über den Effekt einer Biologika- oder JAK-Inhibitorentherapie hinausgehen würde, während in der Placebogruppe keinerlei Verbesserung auftrat [2]. Die Studie offenbart jedoch Schwächen, welche die Plausibilität der Daten in Frage stellen. Ungewöhnlich ist, dass fast zwei Dritte der Studienteilnehmer Männer waren. Obwohl die Autoren konstatierten, dass die Gruppen am Studienstart vergleichbar waren, wies die Placebogruppe einen deutlich geringeren Ausgangs-DAS28 auf als die Verumgruppen. Eine völlig fehlende Response in einer Placebogruppe ist nicht typisch für RA-Studien. Die Abnahme der Blutsenkungsgeschwindigkeit von Werten zwischen 175 und 181 auf 21 in den Verum- und auf 127 in der Placebogruppe (ohne Angaben einer Einheit) ist ebenso wenig nachvollziehbar wie der massive Abfall des Rheumafaktors in der relativ kurzen Studienzeit. Es fehlen sämtliche Angaben zur Begleittherapie, vor allem von Steroiden.

Eine zweite, einfachblinde Pilotstudie an je drei Gruppen zu 15 Patienten verglich eine Therapie mit 2x500mg Curcumin (in einer Formulierung mit erhöhter Bioverfügbarkeit) mit 2x50mg Diclofenac und einer Kombination beider Präparate über eine Therapiedauer von 8 Wochen [6]. Curcumin wurde als effektiver im Vergleich zu Diclofenac beschreiben und verursachte weniger Nebenwirkungen. Auch in dieser Studie gingen die Response-Raten in der Curcumin-Monotherapiegruppe mit einer ACR 20, 50 bzw. 70-Response von 93%, 73% und 33% deutlich über das von Biologika bekannte Niveau hinaus, die Zahl der geschwollenen Gelenke sank von 12 auf unter 1. Über eine Steroidtherapie wird nicht berichtet, auf mögliche Limitierungen ihrer Daten gingen die Autoren nicht ein.

Eine systematische Literaturrecherche attestierte beiden Studien ein hohes Risiko für Bias [23].

In einer weiteren randomisierten Studie wurden 65 Patienten entweder mit Placebo oder Curcumin als Nanomicellen behandelt. Nach 12 Wochen fanden sich zwischen beiden Gruppen keine signifikanten Unterschiede im DAS28, trotz einer tendenziell stärkeren Abnahme in der Verumgruppe [14]. Signale in Bezug auf unerwünschte Wirkungen vor Curcumin fanden sich in keiner der drei genannten RA-Studien.

Weitere Indikationen

Ein systematische Literatur-Review mit Metaanalyse zu verschiedenen Arthritisformen [37] erwähnte eine kleine, placebokontrollierte Studie an 12 Patienten mit ankylosierender Spondylitis, die Nanocurmin und 12 Patienten, die Placebo erhielten. Berichtet wurde vor allem über den Einfluss auf biochemische Marker wie Interleukin 6 und 10 sowie über die Expression von T-Zell-Oberflächenmarkern [1]. Zwei ebenfalls kleine Studien zur juvenilen idiopathischen Arthritis konstatierten signifikante Verbesserungen unter Curcumin im Vergleich zu Placebo, diese Studien liegen jedoch nur als Abstract vor. Eine tendenzielle Verminderung des Harnsäurespiegels unter Curcumin erreichte keine statistische Signifikanz [5].

Ein von der gleichen Autorengruppe mit gleicher Methodik veröffentlichter Review zu Autoimmunerkrankungen beschrieb positive Effekt bei 9 Studien zur Colitis ulcerosa. 2 Studien zum Morbus Crohn schlussfolgerten jedoch uneinheitlich. Zwei Studien zur Psoriasis vulgaris berichteten über Verbesserungen des Hautscores (PASI). Für den SLE wurde die Datenlage als unzureichend eingeschätzt [36].

1register.awmf.org/assets/guidelines/033-001l_S2k_Koxarthrose_2019-07_1-abgelaufen.pdf

3. Mögliche Anwendungen in der Rheumatologie inclusive zu erwartender positiver Effekte

Curcumin ist als Nahrungsergänzungsmittel in zahlreichen Präparaten in Deutschland erhältlich. Es existiert bisher kein pharmakologisch eindeutig definiertes, geprüftes und zugelassenes Arzneimittel auf der Basis von Curcuma auf dem deutschen Markt.

4. Mögliche Nebenwirkungen und Limitationen

Die Europäische Food Safety Authority (EFSA) empfiehlt als akzeptable tägliche Aufnahmemenge (acceptable daily intake, ADI) von Curcuma als Lebensmittelzusatzstoff E100 ein Quantum von 3mg pro kg Körpergewicht [10]. Die bisherigen Daten zu nativem Curcumin zeigen, dass in Studien Tagesdosen von bis 8g keine relevanten Nebenwirkungen zeigten (Übersicht in [37]). Curcumin in Form von Nanopartikeln wies auch in hohen Dosen von keine relevante akute, chronische oder Genotoxizität auf [7].

Eine Stellungnahme des Bundesamtes für Verbraucherschutz und des BfArM 1 zu Curcuminprodukten mit verbesserter Bioverfügbarkeit stellt fest, dass Curcuma-Zubereitungen als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft werden könnten, sofern ein Bezug zu bestimmten Erkrankungen hergestellt wird. Weiter wird in der Stellungnahme ausgeführt: „Für eine Einstufung als nicht-traditionelles Arzneimittel wären Nachweise über Wirksamkeit und Sicherheit zu erbringen; zurzeit liegen jedoch keine ausreichenden klinischen Belege dafür vor, dass es durch Einnahme der neuen Zubereitungen zu einer über die normale verdauungsfördernde physiologische Wirkung hinausgehende pharmakologischen Wirkung an Zielstrukturen kommen kann. Obwohl es eine große Zahl klinischer Studien gibt, weisen diese entweder signifikante Mängel im Studiendesign auf, wurden vorzeitig abgebrochen oder führten als Pilot-Studien bisher zu keinen belastbaren Ergebnissen. Eine Einstufung Curcumin-haltiger Erzeugnisse als Funktionsarzneimittel wird daher als nicht sinnvoll erachtet.“ In Bezug auf die Verträglichkeit heißt es weiter: „Für die toxikologische Bewertung ist zu beachten, dass der ADI für herkömmliches Curcumin nicht ohne weitere Studiendaten auf Curcumin mit verbesserter Bioverfügbarkeit übertragen werden kann, da davon ausgegangen werden muss, dass die für die toxischen Wirkungen verantwortliche systemische Exposition gegenüber der Substanz selbst oder aber gegenüber relevanten Metaboliten bei Aufnahme von Curcumin mit verbesserter Bioverfügbarkeit deutlich erhöht sein könnte.“

1www.bvl.bund.de/SharedDocs/Downloads/01_Lebensmittel/expertenkommission/Stellungnahme_Curcumin.pdf

5. Abschließende Empfehlung der Kommission

Trotz zahlreicher Hinweise auf entzündungshemmende, antioxidative und immunmodulierende Eigenschaften von Curcumin in vitro und im Tiermodell reicht die Datenlage nicht aus, um eine Anwendung von Curcumin oder Curcuminpräparaten mit verbesserter Bioverfügbarkeit bei entzündlichen Gelenkerkrankungen oder Autoimmunerkrankungen zu empfehlen. Ein geprüftes und zugelassenes pflanzliches Arzneimittel auf Curcuminbasis wird in Deutschland nicht angeboten.

Patienten mit degenerativen Gelenkerkrankungen, welche Curcuma auf eigenen Wunsch als Nahrungsergänzungsmittel mit der Erwartung positiver Effekte auf ihre Symptome konsumieren, muss von einer Anwendung nicht abgeraten werden. Natürliches Kurkuma als Gewürz wird als sinnvoller Bestandteil einer pflanzenbasierten, entzündungshemmenden Ernährung angesehen.

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Stand: 11.03.2026

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