Rheumatologie befasst sich vor allem mit entzündlichen Erkrankungen des gesamten Bewegungsapparates einschließlich der systemischen Autoimmunerkrankungen, die alle Organe des Körpers befallen können. Dieses Alleinstellungsmerkmal schult uns Rheumatolog:innen zu Systemdenkern. Den meist schweren Erkrankungen ist gemeinsam, dass die Immunabwehr des Körpers fehlgeleitet ist und – anstatt diesen zu schützen – Organe und andere Gewebe angreift und krankhafte, schädigende Prozesse hervorruft. Rheumatolog:innen sind auf Diagnose und Therapie von komplexen entzündlichen Erkrankungen spezialisiert. Diese umfassen eine große Vielfalt von häufigen und vielen seltenen Krankheitsbildern, die in allen Altersgruppen auftreten können. Darüber hinaus sind sie auch mit degenerativen, lebensstil- und stoffwechselbedingten sowie infektiologischen und psychosomatischen Krankheitsaspekten vertraut. Um Therapiekonzepte auf Evidenzbasis zu entwickeln und personalisiert einzusetzen, wird ein fundiertes Verständnis des Immunsystems und ein organübergreifendes Denken der gesamten Inneren Medizin benötigt. Eine wesentliche Voraussetzung für einen guten Behandlungserfolg in Akutversorgung und Rehabilitation ist dabei das aufmerksame ins Detail gehende Gespräch mit den Patient:innen als der zentrale diagnostische Ansatz.
Als Behandelnde sind wir für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen und muskuloskelettalen Beschwerden die entscheidenden Ansprechpartner:innen – oft für lange Zeiträume, mit Empathie und wissenschaftlich fundierter Expertise. Als naturwissenschaftlich geschulte und zum Teil auch wissenschaftlich aktive Ärzt:innen suchen wir konsequent nach bewährten, innovativen und individuellen Lösungen für unsere Patient:innen. Dafür nutzen wir alle verfügbaren wissenschaftlichen Instrumente: von der Grundlagenforschung über anwendungsbezogene Studien bis zur Versorgungsforschung.
Als in der rheumatologischen Versorgung tätige Ärzt:innen sind wir systemisch denkende, sorgfältige Diagnostiker mit tiefgehendem Verständnis nicht nur von entzündlichen Systemerkrankungen. Mögliche Therapieansätze zu erkennen und personalisiert einzusetzen erfordert eine umfassende Expertise in komplexen rehabilitativen, sozialmedizinischen und allgemein-internistischen Aspekten. Eine wichtige Basis hierfür ist die Bereitschaft, der sprechenden Medizin einen hohen Stellenwert einzuräumen.
Wir agieren transparent, offen, interaktiv, integrativ und verlässlich. Die Komplexität der von uns betreuten Systemerkrankungen sehen wir als Herausforderung, der wir uns mit Leidenschaft und Begeisterung stellen.
Die DGRh als wissenschaftliche rheumatologische Fachgesellschaft hat die Aufgabe, Wissenschaft zu fördern, rheumatologische und klinisch immunologische Versorgung zu optimieren, deren Qualität für Patient:innen zu sichern und das Wissen über die Rheumatologie und Klinische Immunologie in den medizinischen Fachkreisen und der Öffentlichkeit zu verbessern. Die DGRh prägt die Rheumatologie und Klinische Immunologie daher aus einer Gesamtperspektive auf Wissenschaft, Versorgung, Lehre, Aus-, Fort- und Weiterbildung für alle medizinischen Berufsgruppen und entwickelt sie zum Wohl unserer Patient:innen weiter.
Das oberste Ziel all unserer Bemühungen ist die bestmögliche Versorgung unserer Patient:innen.
Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e.V.
Adhoc Kommission der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e.V.
Prof. Dr. Hanns-Martin Lorenz
Prof. Dr. Martin Aringer
Prof. Dr. Bimba Hoyer
Prof. Dr. Dirk Meyer-Olson
Prof. Dr. Martin Rudwaleit
Prof. Dr. Matthias Schneider
PD Dr. Philipp Sewerin
Dr. Johanna Mucke
Dr. Susanna Späthling
Anna Julia Voormann
Dr. Jörg Wendler
Januar 2025