Pressemitteilung | 10. August 2026
Wie verändert sich die Behandlung entzündlich- rheumatischer Erkrankungen (ERE) im höheren Lebensalter? Welche Perspektiven eröffnen zelluläre Therapien bei Autoimmunerkrankungen? Und wie können Instrumente der Künstlichen Intelligenz den klinischen Alltag sinnvoll unterstützen?
Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum des Deutschen Rheumatologiekongresses (RhK) 2026, der vom 9. bis 12. September im Congress Center Leipzig stattfindet. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e. V. (DGRh) lädt zu ihrem 54. Jahreskongress Rheumatologinnen und Rheumatologen sowie Fachärztinnen und Fachärzte angrenzender Disziplinen herzlich ein.
Rheumatologie ist ein komplexes Fachgebiet, das einen hohen Grad an Expertise und Interdisziplinarität erfordert. Wir müssen systemische Erkrankungen, welche den gesamten Körper betreffen, über Lebensphasen hinweg verstehen. Der Kongress soll zeigen, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse schon heute die Versorgung maßgeblich prägen, und wo wir noch Antworten suchen.

Lebensalter als entscheidender Faktor in Diagnostik und Therapie
Entzündlich-rheumatische Erkrankungen zeigen bei Kindern häufig andere Verläufe als bei Erwachsenen; bei älteren Patientinnen und Patienten kommen Multimorbidität, Infektionsrisiken oder funktionelle Einschränkungen hinzu. Der Kongress greift diese Unterschiede in mehreren Programmpunkten auf, unter anderem in einer Plenarsitzung zu entzündlich-rheumatischen Erkrankungen im höheren Lebensalter sowie im Rahmen der Kongress-Pressekonferenz am 10. September.
Neue Behandlungsoptionen bei Autoimmunerkrankungen
Ein weiterer Schwerpunkt sind neue Entwicklungen im Bereich der zellulären Therapien bei Autoimmunerkrankungen. Diese Verfahren zielen darauf, fehlgesteuerte Immunreaktionen nicht nur zu dämpfen, sondern gezielt zu beeinflussen. „Damit ist die Frage verbunden, ob und bei welchen schwer behandelbaren Krankheitsverläufen derartige Ansätze künftig eine Rolle spielen können. Wir diskutieren auf dem RhK 2026 daher nicht nur therapeutische Chancen, sondern auch Aspekte der Sicherheit, Langzeitwirkung, Patientenauswahl und die Frage, unter welchen Voraussetzungen sich solche Behandlungen verantwortungsvoll in die Versorgung integrieren lassen“, so Wagner, Leiter des Bereichs Rheumatologie der Klinik und Poliklinik für Endokrinologie, Nephrologie, Rheumatologie am Universitätsklinikum Leipzig.
Immunmechanismen und KI in der klinischen Praxis
Ebenfalls beleuchtet werden die Wechselwirkungen zwischen dem angeborenem und erworbenem Immunsystem – Mechanismen, die Entzündungen auslösen, aufrechterhalten oder chronifizieren können. Zugleich diskutiert der Kongress Einsatzbereiche Künstlicher Intelligenz in der Klinik, beispielsweise zur Entscheidungsunterstützung. „KI kann helfen, Komplexität besser zu beherrschen – vorausgesetzt, wir prüfen Nutzen, Grenzen, Datenqualität und Verantwortung genauso sorgfältig wie bei jeder anderen medizinischen Innovation“, betont Kongresspräsident Wagner.
Fachübergreifender Dialog als Voraussetzung guter Versorgung
Der Deutsche Rheumatologiekongress 2026 versteht sich als Forum für den fachübergreifenden Austausch. Leipzig bietet dafür einen Rahmen, der wissenschaftliche Diskussion, Fortbildung und persönliche Vernetzung verbindet.
Für Medien sind zwei Termine vorgesehen: Die Vorab-Pressekonferenz am Mittwoch, den 2. September, von 11:00 bis 12:00 Uhr, sowie die Kongress-Pressekonferenz am Donnerstag, den 10. September, von 12:00 bis 13:00 Uhr.
Weitere Informationen und das ausführliche Hauptprogramm finden Interessierte hier.
- Bei Abdruck Beleg erbeten. -
Vorab-Pressekonferenz (online)
Mittwoch, 2. September 2026
11:00 bis 12:00 Uhr
Link zur Anmeldung:
https://events.teams.microsoft.com/event/a2c9f433-6042-4356-a281-08df6dadd631@1495922a-4378-45e9-a32a-422448450fb1
Vorläufige Themen und Referierende
Kongress-Pressekonferenz (hybrid)
Donnerstag, 10. September 2026
12:00 bis 13:00 Uhr
Congress Center Leipzig, Vortragsraum 9 (Ebene +2)
Link zur Anmeldung für die Onlineteilnahme:
https://events.teams.microsoft.com/event/4cd7c5f7-ac69-4524-985e-035db34e16ff@1495922a-4378-45e9-a32a-422448450fb1
Stephanie Priester
Pressestelle DGRh
Thieme Kommunikation
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
+49 711 8931 167
Anna Julia Voormann
Generalsekretärin
Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e.V.
Geschäftsstelle der DGRh
Wilhelmine-Gemberg-Weg 6, Aufgang C
10179 Berlin
+49 30 240 484 79