Die vergangenen Jahrzehnte brachten der Rheumatologie erhebliche Verbesserungen in der Chancengleichheit. Dennoch besteht im Fach nach wie vor ein Geschlechter-Ungleichgewicht – insbesondere in Führungspositionen, in der Wissenschaft und auch in Gremien der Fachgesellschaft. Um dem Nachwuchsmangel und der hohen Quote an weiblichen Assistenzärztinnen in der Rheumatologie gerecht zu werden, wird sich die ‚Kommission für Chancengleichheit in der Rheumatologie‘ auf allen Ebenen für mehr Geschlechtergleichgewicht einsetzen. Aber auch über den Ausgleich Frauen:Männer hinaus wird die Kommission sich für gleiche Chancen in der Rheumatologie für Alle engagieren. Die Kommission orientiert sich dabei auch an den Zielen der „Charta der Vielfalt“.
Ziele:
Sprecherin
Prof. Dr. med. Sarah Ohrndorf
Stellvertreterin
Dr. med. Johanna Mucke
Mitglieder
Dr. med. Katinka Albrecht
Prof. Dr. med. Xenofon Baraliakos
Prof. Dr. med. Eugen Feist
Dr. med. Isabell Haase
Dr. med. Martin Krusche
Dr. med. Ann-Christin Pecher
Prof. Dr. Philipp Sewerin
Anna Julia Voormann
Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle: Dr. Anna Taranko
2025 - 2026
Deutschlandweite Umfrage zu Arbeitszeitmodellen
Für Mitarbeitende: Beinhaltet Ihre aktuelle Arbeitszeit aktive Forschungszeit (o.a. Aktivitäten, wie z.B. Berufspolitik, Kommissionsarbeit), d.h. können Sie innerhalb Ihrer vorgesehenen Arbeitszeit forschen? (Ja/Nein/Ist für mich irrelevant) Für Leitende: Sind Sie mit der Durchführung von Forschungsaktivitäten innerhalb der Arbeitszeit einverstanden bzw. ist dies ausdrücklich gewünscht? (Ja, einverstanden/ Ja, ausdrücklich gewünscht/ Nein, Trifft für mich nicht zu)
Welche dieser Arbeitszeitmodelle halten Sie an Ihrer Arbeitsstelle für umsetzbar?
Begleitende Darstellung / Veröffentlichung
Pecher, AC., Albrecht, K., Baraliakos, X. et al. Flexible Arbeitszeitmodelle in der Rheumatologie. Z Rheumatol 85, 262–271 (2026). doi.org/10.1007/s00393-025-01761-6
Vernetzung & Schaffen einer Plattform zum Austausch
1. Vernetzung innerhalb der DGIM im Rahmen der Kommission 'Geschlechtersensible Medizin' (Mitglieder u.a. Johanna Mucke, Sarah Ohrndorf - Rheumatologie)
2. Treffen zur Chancengleichheit in der Rheumatologie im D-A-CH-Raum am 21.1./22.1.27 in Innsbruck in konkreter Planung
Geschlechtersensible Medizin, SLE
Albrecht, K., Troll, W., Callhoff, J. et al. Sex- and gender-related differences in systemic lupus erythematosus: a scoping review. Rheumatol Int 45, 160 (2025). https://doi.org/10.1007/s00296-025-05910-7
Nächste Schritte und Projekte

FJWS 2026
Aktuelle Projekte
1. Geschlechtersensible Medizin, SLE
Publikation “Sex- and gender-related differences in systemic lupus erythematosus: a scoping review”, Rheumatology international 2025, 45:160
| Erkrankungsalter |
| |
|---|---|---|
| Krankheitsaktivität |
| |
| Autoantikörper |
|
|
| Klinische Manifestation |
|
|
| Organmanifestation / Komorbidität |
|
|
| Patient-reported Outcomes |
|
|
| Medikamentöse Therapien | geringere Adhärenz bei Mycophenolat, Azathioprin (1 Studie) |
|
2. Deutschlandweite Umfrage zu Arbeitszeitmodellen
1. Welche Arbeitszeitmodelle gibt es bereits in Ihrer Arbeitsstelle? (Teilzeittätigkeit stationäre Versorgung, Teilzeittätigkeit ambulante Versorgung, Gleitzeit 7-21 Uhr, Home-Office, Jobsharing stationäre bzw. ambulante Versorgung und 4-Tage Woche)
2. Welche dieser Arbeitszeitmodelle halten Sie an Ihrer Arbeitsstelle für umsetzbar? (gut/eher/eher nicht/nicht/kann ich nicht beurteilen)
3. Welche dieser Arbeitszeitmodelle würden Sie sich für Ihre Arbeitsstelle wünschen?
4. Was ist Ihnen bei den Arbeitszeitmodellen wichtig? (Skala von 1-10, 1=weniger Arbeitszeit bis 10 mehr Flexibilität bei gleicher Arbeitszeit)
5. Worin sehen Sie jeweils limitierende Faktoren für die einzelnen Arbeitszeitmodelle? (Notwendigkeit von Präsenz zur Patientenversorgung, Selbstmanagement, Dienstplanung / Organisation Abteilung, unscharfe Trennung von Arbeitszeit & Freizeit, Sichtbarkeit für Vorgesetzte, Verpassen von Meetings, schlechtere Aufstiegschancen)
6. Hat das vorhandene bzw. fehlende Angebot bestimmter Arbeitszeitmodelle (z.B. Teilzeit, Homeoffice) bei Ihnen schon einmal aktiv zum Stellenwechsel angeregt oder beigetragen bzw. zum Verlust von Mitarbeitenden geführt? (Ja/Nein/Ist mir nicht bekannt)
7. Halten Sie diese flexiblen Arbeitszeitmodelle auch für umsetzbar für eine Führungsposition? (nicht umsetzbar/bis zur oberärztlichen Ebene umsetzbar/bis zur chefärztlichen Ebene umsetzbar)
8. Für Mitarbeitende: Beinhaltet Ihre aktuelle Arbeitszeit aktive Forschungszeit (o.a. Aktivitäten, wie z.B. Berufspolitik, Kommissionsarbeit), d.h. können Sie innerhalb Ihrer vorgesehenen Arbeitszeit forschen? (Ja/Nein/Ist für mich irrelevant) Für Leitende: Sind Sie mit der Durchführung von Forschungsaktivitäten innerhalb der Arbeitszeit einverstanden bzw. ist dies ausdrücklich gewünscht? (Ja, einverstanden/ Ja, ausdrücklich gewünscht/ Nein, Trifft für mich nicht zu)
Fazit für die Praxis
Flexible Arbeitszeitmodelle sind grundsätzlich erwünscht und meist umsetzbar, stellen aber organisatorische Herausforderungen dar. Eine gezielte Implementierung trägt maßgeblich zur Zufriedenheit und Bindung der Mitarbeitenden bei und sollte daher (wenn möglich) umgesetzt werden. Ein übergeordnetes Arbeitszeitmodell für alle erscheint hierbei nicht sinnvoll, vielmehr sind individuelle Modelle, die auf die jeweiligen Bedürfnisse der Beteiligten und auf die Voraussetzungen der jeweiligen Einrichtung abgestimmt sind, anzustreben. Dies gilt sowohl für ambulante als auch für stationäre Konzepte, wobei Letzteres aufgrund der Sicherstellung der Patientenversorgung über den gesamten Tag eine besondere Herausforderung darstellt. In einem nächsten Schritt möchten wir die Patient:innen befragen, wie gut sie mit den Konsequenzen von Teilzeitmodellen zurechtkommen und welche Wünsche (z. B. kontinuierliche Betreuung durch die gleiche Ärzt:in, flexiblere Sprechstundenzeiten) hierbei in Zukunft zu berücksichtigen sind. Wichtig ist, dass die Qualität der Patientenversorgung durch die Umsetzung flexibler Arbeitszeitmodelle nicht etwa leidet, sondern im Gegenteil durch eine höhere Zufriedenheit der Behandelnden das Potenzial hat, sich noch weiter zu verbessern.
3. Vernetzung & Schaffen einer Plattform zum Austausch
4. Nächste Schritte und Projekte
Nachwuchsförderung und –entwicklung u.a. mit Fokus auf ausländische Rheumatolog:innen (z.B. Unterstützung bei der Qualifizierung
2024 - 2025
Übergeordnete Ziele der Kommission:
Aktuelle Projekte
Flexible Arbeitszeitmodelle
Umfrage zu Arbeitszeitmodellen
Vernetzung & Schaffen einer Plattform zum Austausch
Gender Medizin
Nächste Schritte und Projekte
2023 - 2024
Übergeordnete Ziele:
Aktuelle Projekte:
Erstellung einer Umfrage zu Arbeitszeitmodellen:
Vernetzung & Schaffen einer Plattform zum Austausch:
Gendermedizin
2022 - 2023
Ziele:
Chancengleichheit
Geschlechtergerechte Sprache
Vernetzung
Arbeitsmodelle
Gendermedizin
2021 - 2022
Ausblick:
2020
Dr. Anna Taranko
Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e.V.
Geschäftsstelle der DGRh
Wilhelmine-Gemberg-Weg 6, Aufgang C
10179 Berlin
+49 30 240 484 79