Die Kommission Fort- und Weiterbildung berät den Vorstand zu aktuellen Problemen der Weiterbildungsordnung. Hauptaufgabe der Kommission ist die ständige Weiterentwicklung und Aktualisierung von Konzepten der (Muster-) Weiterbildungsordnung in enger Zusammenarbeit mit den Landesärztekammern.
Zu den fortlaufenden Aufgaben der Kommission gehört u. a. die Entwicklung eines Weiterbildungscurriculums für den Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie.
Gemeinsam mit den Kommissionen Studentische Ausbildung und Universitäre Rheumatologie werden Konzepte zur Nachwuchsförderung entwickelt.
Mitglieder der Kommission
Sprecher Prof. Dr. med. Alexander Pfeil
Stellvertretender Sprecher Prof. Dr. med. Hanns-Martin Lorenz
Mitglieder Prof. Dr. med. Xenofon Baraliakos PD Dr. med. Diana Ernst Prof. Dr. med. Martin Fleck Christina Hillebrecht Dr. med. Marie-Therese Holzer Dr. med. Martin Krusche Prof. Dr. med. Gernot Keyßer Dr. med. Anna Meinecke PD Dr. med. Fabian Proft Dr. med. Florian Schuch Prof. Dr. med. Christof Specker Dr. med. Diana Vossen
Gastmitglied Dr. med. Isabell Haase
Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle: Annika von Dungen
Kurzberichte
2025 - 2026
Musterweiterbildungsordnung (MWBO) 2018
Facharzt Innere Medizin > Weiterbildungsdauer 5 Jahre Facharzt Innere Medizin + Facharzt Innere Medizin und Schwerpunkt > 8 Jahre Facharzt Innere Medizin und Schwerpunkt > 6 Jahre
Facharzt Innere Medizin und Schwerpunkt | Sitzung der Kommission Aus- und Weiterbildung der DGIM am 2. Juni 2025 virtuell
DGIM-Vorstand lehnt reine Schwerpunktbezeichnung (z. B. „Rheumatologe“) ab
Bezug muss zur Inneren Medizin gegeben sein
Bezeichnung des Facharztes „Innere Medizin und Schwerpunkt“ (z. B. „Innere Medizin und Rheumatologie“
Ausführliche Diskussion bezüglich der Weiterbildungszeit: 5 Jahre versus 5,5 Jahre versus 6 Jahre
Gegebenfalls Definition der Weiterbildungsinhalte und folgend die Weiterbildungszeit
Stellungnahme
1. Verlust an Ausbildungsqualität: Die internistische Weiterbildung ist komplex. Systemerkrankungen, Multimorbidität und moderne Therapieverfahren erfordern eine fundierte internistische Ausbildung. Eine Verkürzung der Weiterbildung gefährdet die notwendige Tiefe und Breite der Qualifikation.
a. Bedeutung der internistischen Breite: Die meisten Schwerpunkte setzen solide Kenntnisse der gesamten Inneren Medizin voraus. Nur so lassen sich die vielfältigen internistischen Krankheitsbilder adäquat erkennen und differenzieren, selbst wenn die Behandlung spezielle Fachkenntnisse erfordert.
b. Bedeutung der internistischen Tiefe: Fortschritte in der Inneren Medizin machen nicht an Schwerpunktgrenzen halt. Neue Erkenntnisse in Diagnostik und Therapie betreffen mit zunehmender Durchdringung in die Routineversorgung auch die allgemeine Innere Medizin.
2. Fehlende systemische Kompetenz: Bei interdisziplinären und systemischen Erkrankungen ist die Fähigkeit zur integrativen Sichtweise essenziell. Eine mehr auf einen Schwerpunkt fokussierte Ausbildung ohne fundierte internistische Basis schwächt diese Kompetenz erheblich.
3. Druck auf die Weiterbildung in Notfall- und Intensivmedizin: Wenn internistische Inhalte verkürzt werden, müssen diese Lücken oft in der Notfall- oder Intensivweiterbildung geschlossen werden. Das führt zu Risiken für Qualitätssicherung und Überlastung dieser Bereiche.
4. Gefährdung der Weiterbildung in Kliniken: In den meisten Krankenhäusern arbeiten Weiterbildungsassistenten mehrere Jahre in internistischen Abteilungen. Dies dient nicht nur dem Kompetenzerwerb der Weiterzubildenden, sondern auch der internistischen Versorgung. Verkürzte Ausbildungszeiten bedeuten somit auch weniger Verfügbarkeit und Planbarkeit für die stationäre Versorgung und können Klinikstandorte in ihrer Funktion gefährden.
5. EU-Konformität: Das Argument, die Weiterbildung aus Gründen der Harmonisierung im EU-Raum zeitlich kürzen zu müssen, akzeptiert implizit einen Rückgang in der Ausbildungsqualität. Auch viele andere EU-Länder arbeiten mit den aktuell in Deutschland geltenden Weiterbildungszeiten. Sich hier an Ländern mit kurzen Weiterbildungszeiten zu orientieren, lässt die zum Teil deutlich unterschiedlichen Gesundheitssysteme in der EU außer Acht. Die Qualifikation ärztlicher Kolleginnen und Kollegen, welche im EU-Ausland ihre fachärztliche Anerkennung erlangt haben und in Deutschland fachärztlich tätig sein wollen, kann weiterhin durch die Landesärztekammern individuell im Hinblick auf ihre Angemessenheit für eine Facharztanerkennung in Deutschland überprüft und beschieden werden.
Arbeitstage Bayern 2024
Urlaubstage
Kranktage pro Jahr*
Fortbildungs -tage
An-wesenheit in der Klinik
An- wesenheit in Wochen in 6 Monaten
Dienste (3/Monat)
An- wesenheit nach Korrektur Dienste
Anwesenheit in Wochen in 6 Monaten nach Korrektur Dienste
240 Tage
30 Tage
14,8 Tage
3 Tage
192,2 Tage (38 Wochen)
96,1 Tage (19 Wochen)
36 Tage
156,2 Tage (31 Wochen)
78,1 (15 Wochen)
Festlegung Weiterbildungszeiten durch die Ständige Konferenz „Ärztliche Weiterbildung“ der Bundesärztekammer Sitzung Februar 2026
Facharzt/Fachärztin Innere Medizin und Rheumatologie
Gebietsdefinition
Das Gebiet Innere Medizin umfasst die Vorbeugung, (Früh-)Erkennung, konservative und interventionelle Behandlung sowie Rehabilitation und Nachsorge der Gesundheitsstörungen einschließlich geriatrischer Krankheiten und Erkrankungen der Atmungsorgane, des Herzens und Kreislaufs, der Verdauungsorgane, der Nieren und ableitenden Harnwege, des Blutes und der blutbildenden Organe, des Gefäßsystems, des Stoffwechsels und der inneren Sekretion, des Immunsystems, des Stütz- und Bindegewebes, der Infektionskrankheiten und Vergiftungen sowie der soliden Tumore und der hämatologischen Neoplasien. Das Gebiet umfasst auch die Gesundheitsförderung und die Betreuung unter Berücksichtigung der somatischen, psychischen und sozialen Wechselwirkungen und die interdisziplinäre Koordination der an der gesundheitlichen Betreuung beteiligten Personen und Institutionen.
Mindest-Weiterbildungszeit
72 Monate im Gebiet Innere Medizin unter Befugnis an Weiterbildungsstätten, davon
müssen 36 Monate in Innere Medizin und Rheumatologie abgeleistet werden
müssen 24 Monate in Innere Medizin oder in mindestens zwei weiteren Facharztkompetenzen des Gebiets abgeleistet werden
müssen 24 Monate in der stationären Patientenversorgung abgeleistet werden
müssen 6 Monate in der Notfallaufnahme abgeleistet werden
müssen 6 Monate in der Intensivmedizin abgeleistet werden
Vorlage zur Änderung Weiterbildungsinhalte an die Ständige Konferenz „Ärztliche Weiterbildung“ Sitzung April 2026
Rheumatische Systemerkrankungen
Behandlung von entzündlich rheumatischen Systemerkrankungen einschließlich schwerer und lebensbedrohender Organbeteiligungen sowie Therapiesteuerung anhand diagnosespezifischer Funktions- und Aktivitätsindizes bei rheumatischen und entzündlich-systemischen Erkrankungen
Behandlung von autoinflammatorischen Erkrankungen
Behandlung von primären und sekundären Immundefekten
Falldarstellung in interdisziplinären Konferenzen
Infektionen im Kontext entzündlich rheumatischer Erkrankungen
Behandlung von rheumatologischen Gelenk- und Weichteilinfektionen
Prophylaxe und Behandlung von Infektionen unter immunmodulatorischen oder immunsuppressiven Therapien
Behandlung von schwerer Infektionen unter immunsuppressiver Therapie oder bei Immundefekten
Intra- und periartikuläre Punktionen, Injektionen und/oder Infiltrationen — 100
Immunmodulatorische und immunsuppressive Behandlungen einschließlich Infusionsbehandlung — 500
Behandlung rheumatologischer Notfälle mit akuter oder drohender Organdysfunktion
Behandlung rheumatischer Erkrankungen im höheren Lebensalter
2024 - 2025
Evaluierung der Umsetzung der Musterweiterbildungsordnung 2018 auf Ebene der Landesärztekammern und der daraus resultierenden Konsequenzen für die rheumatologische Weiterbildung
Erarbeitung von Kriterien für die Erteilung einer Weiterbildungsbefugnis der Facharztkompetenz Innere Medizin und Rheumatologie
Überarbeitung der Inhalte zur Novellierung der Musterweiterbildungsordnung für die Fachärztin/Facharzt für Innere Medizin (in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin und den Schwerpunktgesellschaften)
Überarbeitung der Inhalte zur Novellierung der Musterweiterbildungsordnung für die Fachärztin/Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie (in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin und den Schwerpunktgesellschaften)
Ausführliche Diskussion bezüglich der Definition der Weiterbildungszeiten mit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin und den Schwerpunktgesellschaften bezüglich der Weiterbildungsdauer
Abstimmung mit der Rheumaakademie hinsichtlich der Kursangebote im Kontext der Musterweiterbildungsordnung 2018
Nachwuchsförderung / Konzepte zur Steigerung der Attraktivität der rheumatologischen Weiterbildung
Publikation:
"Kriterien für die Weiterbildungsbefugnis zur Facharztkompetenz Innere Medizin und Rheumatologie ein Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie"
Pfeil A, Fleck M, Aringer M, Baraliakos X, Ernst D, Haase I, Hillebrecht C, Hoyer BF, Keyßer G, Kötter I, Krause A, Krusche M, Lorenz HM, Proft F, Schuch F, Vossen D, Voormann A, Wagner U, Wollenhaupt J, Specker C. Zeitschrift für Rheumatologie 2025;84(1):59-67
2023 - 2024
Evaluierung der Umsetzung der Musterweiterbildungsordnung 2018 auf Ebene der Landesärztekammern und der daraus resultierenden Konsequenzen für die rheumatologische Weiterbildung
Evaluierung der Aktualität des Fachlich empfohlenen Weiterbildungsplan (FEWP)
Erarbeitung von Kriterien für die Erteilung einer Weiterbildungsbefugnis der Facharztkompetenz Innere Medizin und Rheumatologie
Abstimmung mit der Rheumaakademie hinsichtlich der Kursangebote
Nachwuchsförderung / Konzepte zur Steigerung der Attraktivität der rheumatologischen Weiterbildung
2022 - 2023
Evaluierung der Umsetzung der Musterweiterbildungsordnung 2018 auf Ebene der Landesärztekammern und der daraus resultierenden Konsequenzen für die rheumatologische Weiterbildung
Auswertung und Publikation der deutschlandweiten Umfrage zu den Weiterbildungsstellen in der Rheumatologie
Initiierung, Durchführung und Publikation der Umfrage BEWUSST - Befragung zur Arbeits-, Weiterbildungs- und Forschungsbedingungen von Assistenzärztinnen und -ärzten in der internistisch-rheumatologischen Weiterbildung
Abstimmung mit der Rheumaakademie hinsichtlich der Kursangebote
Nachwuchsförderung / Konzepte zur Steigerung der Attraktivität der rheumatologischen Weiterbildung
Publikationen
Pfeil A, Krusche M, Proft F, Vossen D, Braun J, Baraliakos X, Berliner MN, Keyßer G, Krause A, Lorenz HM, Manger B, Schuch F, Specker C, Wollenhaupt J, Voormann A, Fleck M. Rheumatologische Weiterbildungsstellen in Deutschland. Z Rheumatol 2022; online ahead of print.
Proft F, Vossen D, Baraliakos X, Berliner MN, Fleck M, Keyßer G, Krause A, Lorenz HM, Manger B, Schuch F, Specker C, Wollenhaupt J, Voormann A, Raspe M, Krusche M, Pfeil A. Befragung zu den Arbeits-, Weiterbildungs- und Forschungsbedingungen von Assistenzärztinnen und -ärzten in der internistisch-rheumatologischen Weiterbildung – BEWUSST. Z Rheumatol 2023; online ahead of print.
2021 - 2022
Erstellung des Mustercurriculum für die Weiterbildung im Fachgebiet Innere Medizin und Rheumatologie
Durchführen und Auswertung der deutschlandweiten Umfrage zu den Weiterbildungsstellen
Initiierung der Umfrage BEWUSST - Befragung zur Arbeits-, Weiterbildungs- und Forschungsbedingungen von Assistenzärztinnen und -ärzten in der internistisch-rheumatologischen Weiterbildung
Abstimmung der WB-Aktivitäten mit der DGIM
Abstimmung mit der Rheumaakademie hinsichtlich der Kursangebote
Nachwuchsförderung / Konzepte zur Steigerung der Attraktivität einer rheumatologischen WB
2020
Laufende Begleitung der Novellierung der MWBO
Abstimmung der WB-Aktivitäten mit der DGIM
Kommentierung und Verhandlung des FA für Innere Medizin und Rheumatologie
Kommentierung und Verhandlung der ZWB Orthop. Rheumatologe und ZWB Immunologie
Ausarbeitung eines fachlich empfohlenen Weiterbildungsplans für den FA Innere Medizin und Rheumatologie
Erstellung eines Kriterienkatalogs für WB-Befugnisse
Ausarbeitung eines Muster-Curriculums für den FA
Abstimmung mit der Rheumaakademie hinsichtlich der Kursangebote
Nachwuchsförderung / Konzepte zur Steigerung der Attraktivität einer rheumatologischen WB
2019
Laufende Begleitung der Novellierung der MWBO
Zusammenarbeit mit DGIM/BDI zur Entwicklung gemeinsamer Strategien der internistischen Fachgesellschaften
Identifizierung und Bearbeitung von Schnittstellenkonflikten
ständiger Ansprechpartner der Bay. LÄK und der BÄK
Kommentierung und Verhandlung der MWBO/Facharzt
Kommentierung und Verhandlung der ZWB Orthop. Rheumatologe und ZWB Immunologie
Ausarbeitung Muster-Curriculum FA Innere Medizin und Rheumatologie
Erstellung eines Kriterienkatalogs für WB-Befugnisse
2018
Laufende Begleitung der MWBO
Zusammenarbeit mit DGIM/BDI zur Entwicklung gemeinsamer Strategie der intern. Fachgesellschaften
Identifizierung und Bearbeitung der Schnittstellenkonflikte
ständiger Kontakt der Bay. LÄK und der BÄK
Kommentierung und Verhandlung der MWBO/Facharzt
Kommentierung und Verhandlung der ZWB
„Ausarbeitung eines Muster-Curriculums für den FA Innere Medizin und Rheumatologie“
2017
Laufende Begleitung der MWBO
Zusammenarbeit mit DGIM/BDI zur Entwicklung gemeinsamer Strategie der intern. Fachgesellschaften
Identifizierung und Bearbeitung der Schnittstellenkonflikte
ständiger Kontakt der Bay. LÄK und der BÄK
Kommentierung und Verhandlung der MWBO/Facharzt
Kommentierung und Verhandlung der ZWB
2016
Laufende Begleitung der MWBO
Zusammenarbeit mit DGIM/BDI zur Entwicklung gemeinsamer Strategie der intern. Fachgesellschaften
Identifizierung und Bearbeitung der Schnittstellenkonflikte
ständiger Kontakt der Bay. LÄK und der BÄK
Entwicklung eines Weiterbildungscurriculums Rheumatologie
2015
laufende Kommentierung der MWBO, Zusammenarbeit mit DGIM/BDI zur Entwicklung gemeinsamer Strategie der intern. Fachgesellschaften
Identifizierung und Bearbeitung der Schnittstellenkonflikte
Teilnahme an der Bearbeitung der internistischen Entwürfe bei Bay. LÄK federführend für die Rheumatologie
Entwicklung eines Weiterbildungscurriculums Rheumatologie
Ihr Kontakt
Annika von Dungen Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e.V. Geschäftsstelle der DGRh Wilhelmine-Gemberg-Weg 6, Aufgang C 10179 Berlin