Kommission Delegation ärztlicher Leistungen (Ad hoc)

Aufgaben der Kommission

Auftrag dieser Ad-hoc-Kommission ist die Betrachtung und Prüfung zukünftiger Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten von „Physician Assistants“ (PA) in der Rheumatologie in Deutschland. Dies umfasst vor allem Arbeitsfelder, Qualifikation, Kompetenzen aber auch die Honorierung von PAs. Die Themen sollen sowohl von medizinischer Seite wie auch aus juristischer und wirtschaftlicher Sicht bearbeitet werden.


Mitglieder der Kommission

Sprecherin
Dr. Kirsten Hoeper

Stellvertretender Sprecher
Prof. Dr. med. Andreas Krause

Mitglieder
Dr. med. Peer Aries
Prof. Dr. med. Xenofon Baraliakos
Prof. Dr. med. Diana Ernst
Dr. med. Florian Schuch
Pascal van Wijnen
Dr. med. Silke Zinke

Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle: Annika von Dungen

Kurzberichte

2025 - 2026

Virtuelle Treffen: 03.09.2025, 03.12.2025, 04.03.2026

Arbeitsauftrag

  1. Prüfung Physician Assistant: Betrachtung und Prüfung zukünftiger Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten von Physician Assistant (PA) in der Rheumatologie in Deutschland. Dies umfasst vor allem Arbeitsfelder, Qualifikation, Kompetenzen aber auch die Honorierung von PAs. Die Themen sollten sowohl von medizinischer Seite als auch aus juristischer und wirtschaftlicher Sicht betrachtet werden.
  2. Bewertung Deliver-Care (Januar 2026 neu hinzukommen)

Diskussion

1. Welchen Mehrwert bietet der Einsatz von PA in der ambulanten Rheumatologie? 
2. Welche Aufgaben könnten PA übernehmen (Abgrenzung zur RFA)

Aktivitäten

  • Kontaktaufnahme zu den 17 KVen in Deutschland mit anschließenden Gesprächen mit einzelnen KVen

    - Mehrheitlich Zurückhaltung gegenüber dem Einsatz von PAs in der ambulanten Rheumatologie zum Zeitpunkt der Gespräche (Q1 2025).
    - Interesse an Delegationsmodellen, aber Delegationsvereinbarung müsse dringend überarbeitet werden und eine Finanzierung gesichert.
    - Bevorzugung der Aufwertung von RFA statt Einführung von PAs.
     
  • Beratung durch einen Rechtsanwalt mit Expertise in Medizinrecht, insbesondere der Delegation ärztlicher Aufgaben (RA Herr Hohmann)

    - Der Umfang delegierbarer Leistungen ist breit gefächert und hängt maßgeblich von der Qualifikation der Mitarbeitenden ab
    - Die reine Stundenzahl oder der akademische Abschluss erlauben keine unmittelbaren Rückschlüsse auf die Eignung zur Delegation spezifischer Tätigkeiten.

  • Kontaktaufnahme Bundesärztekammer

    - Gibt es Vorgaben von Seiten der BÄK, einen fachspezifischen Tätigkeitskatalog oder SOPs zu entwickeln? > Nein

Fazit

Der PA ist noch kein attraktiver Baustein in der rheumatologischen Versorgung

Gründe:

  • Hoher Einarbeitungsaufwand
    Es liegen keine Vorkenntnisse in der Rheumatologie vor (Ausnahme: RFA mit anschließendem Studium zum PA)
  • Rechtlicher Rahmen
    Nach aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen dürfen keine weiterführenden Tätigkeiten delegiert werden im Vergleich zur RFA 
    Finanzierung
    Keine Möglichkeit der Re-Finanzierung in Verbindung mit einem höheren Ausgangsgehalt

    Dadurch wirtschaftlich für die Praxis nicht attraktiv

    Weiteres Vorgehen:

    - Es wäre verfrüht, das Konzept bereits jetzt aufzugeben, im Gegenteil: Wenn wir heute nicht aktiv mitgestalten, laufen wir Gefahr, zukünftig hinterherzulaufen.

    - Perspektivisch ggf. Potenzial bei Erweiterung der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie Schaffung einer Abrechnungsmöglichkeit

    - Erweiterung des Fokus auf andere Disziplinen: Diskussion mit der DGIM Kommission „Struktur der Krankenversorgung“ im Rahmen des DGIM-Kongresses mit dem Thema „Austausch zur Integration von Physician Assistants in der internistischen Versorgung“ am 19.04.2026

 

2024 - 2025

Treffen

23.10.2024, 08.01.2025, 12.03.2025

Aufgabe

Evaluierung einer möglichen Rolle von Physician Assistants (PA) in der Rheumatologie Vorschlag für eine rheumatologische Ausbildung für PAs

Recherche

Studiengänge/-orte für PA in Deutschland
Evaluation der Curricula, insbesondere auch bzgl. rheumatologischer Inhalte Vergleich mit Ausbildungsinhalten für RFAs

Diskussion

Brauchen wir PA in der Rheumatologie?
Welche Aufgaben könnten PA übernehmen (Abgrenzung zur RFA)

Weitere Aktivitäten

  • Kontaktaufnahme zu den 17 KVen in Deutschland mit anschließenden Gesprächen mit einzelnen KVen
  • Beratung durch einen Rechtsanwalt mit Expertise in Medizinrecht, insbesondere der Delegation ärztlicher Aufgaben
  • Vorstellung der Ergebnisse im Rahmen einer DGRh – Vorstandssitzung und Abstimmung des weiteren Vorgehens
  • Erarbeitung eines Entwurfs eines Kompetenz- und Tätigkeitskataloges für PA in der Rheumatologie
  • Diskussion über mögliche Finanzierungsmöglichkeiten
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