Register liefern durch ihre longitudinale Erfassung des Therapie- und Krankheitsverlaufs eine wertvolle Datenbasis für zahlreiche Erkenntnisse unter anderem zur Therapiesicherheit, dem Krankheitsverlauf, Komorbiditäten und Komplikationen sowohl bei häufigen als auch bei selteneren Krankheitsbildern. Bisher gibt es keine Standardisierung oder Qualitätsindikatoren für Register in der Rheumatologie und die finanzielle Unterstützung ist häufig nur unzureichend oder nicht langfristig gewährleistet. Dies führt dazu, dass viele der bereits existierenden Register mit nur wenigen oder lückenhaften Datensätzen ausgestattet sind. Orientiert am erfolgreichen Beispiel der Kerndokumentation des DRFZ sowie der beiden RABBIT-Register und dem Rhekiss Register soll eine gemeinsame, qualitätsorientierte und zukunftsfähige Infrastruktur für alle bestehenden und neu zu etablierenden Register in der Rheumatologie geschaffen werden.
Die Kommission Register in der Rheumatologie der DGRh verfolgt dabei das Ziel, die Sichtbarkeit von rheumatologischen Registern zu verbessern, deren methodische Qualität zu erhöhen und die Etablierung neuer Register aktiv zu unterstützen.
Sprecherin
Prof. Dr. med. Ina Kötter
Stellvertretende Sprecherin
Prof. Dr. med. Anja Strangfeld
Mitglieder
Prof. Dr. med. Norbert Blank
Dr. med. Karolina Gente
PD Dr. med. Rebecca Hasseli-Fräbel
Prof. Dr. med. Uta Kiltz
Dr. med. Martin Krusche
Dr. med. Torsten Kubacki
Prof. Dr. med. Peter Lamprecht
PD Dr. med. Anne Regierer
Prof. Dr. med. Jutta Richter
Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle: Juliane Reinke
2025 - 2026
Die Kommission hat sich zum Auftakt am 13.02.2026 erstmals online getroffen.
1. Erstellung einer Gesamtübersicht aller rheumatologischen Register
Mindestens zu erhebende Informationen:
Arbeitsgruppe: Anja Strangfeld, Anne Regierer, Uta Kiltz, Jutta Richter, Martin Krusche
2. Homepage / Sichtbarkeit
Die Register sollen perspektivisch über eine zentrale Plattform sichtbar gemacht werden. Eine Anbindung an die DGRh-Website wird angestrebt.
Arbeitsgruppe: Ina Kötter, DGRh
3. Medizinregistergesetz
Anne Regierer informiert regelmäßig über den Stand des Referentenentwurfs (November 2025).
Erwartete Kernelemente
Einrichtung einer Zentralstelle für medizinische Register (voraussichtlich beim BfArM)
Registerverzeichnis
4. Pilotprojekt Register zellbasierte Therapien
Aufbau einer nationalen Datensammlung zu CAR-T-, T-Cell Engagern (BiTE) und ggf. weiteren zellbasierten Therapien bei Autoimmunerkrankungen. Verknüpfung mit anderen nationalen und internationalen Registern soll leicht möglich sein.
Problem: da es sich um off-label Therapien handelt, könnte das juristisch als Studie auf Krankenkassenkosten ausgelegt werden, es wird dringend empfohlen, vorab juristische Klärung herbeizuführen.
Parallel laufen Gespräche mit der DGRh bezüglich eventueller (Mit-) Finanzierung und bezüglich der zugrunde zu legenden Infrastruktur (REDCap vs. RheDAT)
Arbeitsgruppe: bislang nur Anja Strangfeld, Ina Kötter
5. Erstellung von Qualitätsindikatoren
Das zweite Treffen der Kommission fand am 22.06.2026 statt.
Bisher wurden folgende Punkte umgesetzt:
1. Grobe Gesamtübersicht wurde erstellt (mit Unterstützung der DGRh)
2. Homepage der DGRh wurde im Bereich „Forschung“ um die Register mit entsprechenden Reitern erweitert.
Dabei stellte sich heraus, dass für die meisten Register grundlegende Informationen nicht vorhanden sind, wie Ansprechpartner, eigene Registerhomepage (und link dazu), Angaben zur Registerstruktur, Papier- oder webbasiert, aktiv rekrutierend ja/nein, Anzahl der eingeschlossenen Patienten, Registrierungen, Finanzierung etc.. Auftrag an die Arbeitsgruppe: Erstellung eines Erhebungsbogens und Versendung an die Registerverantwortlichen
3. Medizinregistergesetz wird umgesetzt werden und bietet auf der einen Seite Chancen (Standardisierung, Meldepflicht, Möglichkeiten der Verlinkung durch eindeutige ID-Nr), aber auch Risiken (v.a. Bürokratisierung). Durch die Vorgabe von Qualitätsindikatoren im Rahmen des BMG bzw. des Zertifizierungsprozesses, wurde entschieden, zunächst keine „eigenen“ Qualitätsindikatoren für rheumatologische Register zu erstellen
4. Die Gespräche mit der DGRh laufen, ein Termin Anja Strangfeld/DGRh Vorstand findet am 28.06.2026 statt. Parallel hat Ina Kötter Jörg Henes und Tobias Alexander bezüglich der juristischen Hintergründe bei der EBMT erkundigt, wo ja ebenfalls formal off-label Therapien dokumentiert werden. Eine befriedigende Antwort steht noch aus. Ggf. muss ein eigenes Rechtsgutachten eingeholt werden. Die entsprechende juristische Expertise (Medizinrecht) kann über Kontakte von Anne Regierer eingeholt werden.
5. Entfällt, siehe 3.
6. Eine Erweiterung der Kommission wird gewünscht (Vorschläge von Anja Strangfeld und Ina Kötter)
FJWS 2026
Neu gegründet – Auftakttreffen im Februar 2026
Hintergrund / Ziele
Aufgaben
Juliane Reinke
Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e.V.
Geschäftsstelle der DGRh
Wilhelmine-Gemberg-Weg 6, Aufgang C
10179 Berlin
+49 30 240 484 79