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Kommission Register

Hintergrund

Register liefern durch ihre longitudinale Erfassung des Therapie- und Krankheitsverlaufs eine wertvolle Datenbasis für zahlreiche Erkenntnisse unter anderem zur Therapiesicherheit, dem Krankheitsverlauf, Komorbiditäten und Komplikationen sowohl bei häufigen als auch bei selteneren Krankheitsbildern. Bisher gibt es keine Standardisierung oder Qualitätsindikatoren für Register in der Rheumatologie und die finanzielle Unterstützung ist häufig nur unzureichend oder nicht langfristig gewährleistet. Dies führt dazu, dass viele der bereits existierenden Register mit nur wenigen oder lückenhaften Datensätzen ausgestattet sind. Orientiert am erfolgreichen Beispiel der Kerndokumentation des DRFZ sowie der beiden RABBIT-Register und dem Rhekiss Register soll eine gemeinsame, qualitätsorientierte und zukunftsfähige Infrastruktur für alle bestehenden und neu zu etablierenden Register in der Rheumatologie geschaffen werden.

Die Kommission Register in der Rheumatologie der DGRh verfolgt dabei das Ziel, die Sichtbarkeit von rheumatologischen Registern zu verbessern, deren methodische Qualität zu erhöhen und die Etablierung neuer Register aktiv zu unterstützen.

Aufgaben der Kommission

  • Erstellen einer Übersicht über alle existierenden Register in der Rheumatologie in Deutschland 
  • Unterstützung der Verantwortlichen der jeweiligen Register bei der Dissemination und Förderung der Bekanntheit und Nutzung der Register, z.B. durch Verlinkung mit einer noch zu erstellenden Homepage „Register in der Rheumatologie“
  • Erstellen einer Homepage „Register in der Rheumatologie“ mit entsprechenden links zu bestehenden Registern 
  • Entwicklung einheitlicher Handlungsempfehlungen bezüglich Datenschutz, ethischen Belangen, aber auch hinsichtlich methodischer und datenqualitätsfördernder Aspekte, unter anderem zum Monitoring, zur Auswertung von Daten und deren Publikation 
     

Mitglieder der Kommission

Sprecherin
Prof. Dr. med. Ina Kötter

Stellvertretende Sprecherin
Prof. Dr. med. Anja Strangfeld

Mitglieder
Prof. Dr. med. Norbert Blank
Dr. med. Karolina Gente
PD Dr. med. Rebecca Hasseli-Fräbel
Prof. Dr. med. Uta Kiltz
Dr. med. Martin Krusche
Dr. med. Torsten Kubacki
Prof. Dr. med. Peter Lamprecht
PD Dr. med. Anne Regierer
Prof. Dr. med. Jutta Richter

Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle: Juliane Reinke

 

Kurzberichte

2025 - 2026

Die Kommission hat sich zum Auftakt am 13.02.2026 erstmals online getroffen.

1. Erstellung einer Gesamtübersicht aller rheumatologischen Register

Mindestens zu erhebende Informationen:

  • Name des Registers
  • Indikation
  • Verantwortlicher (PI)
  • Technische Basis (webbasiert/papierbasiert/RedCap etc.)
  • mono- oder multizentrisch
  • aktiver Status
  • vorhandene Homepage
  • zentrale Registrierung (z. B. DRKS, BMG-Verzeichnis)
  • aktuelle Probleme / Unterstützungsbedarf

Arbeitsgruppe: Anja Strangfeld, Anne Regierer, Uta Kiltz, Jutta Richter, Martin Krusche

2. Homepage / Sichtbarkeit

Die Register sollen perspektivisch über eine zentrale Plattform sichtbar gemacht werden. Eine Anbindung an die DGRh-Website wird angestrebt.
Arbeitsgruppe: Ina Kötter, DGRh

3. Medizinregistergesetz

Anne Regierer informiert regelmäßig über den Stand des Referentenentwurfs (November 2025).

Erwartete Kernelemente
Einrichtung einer Zentralstelle für medizinische Register (voraussichtlich beim BfArM)

Registerverzeichnis

  • freiwilliges Auditierungsverfahren (möglicherweise faktisch verpflichtend bei Drittmitteln)
  • Opt-out-Regelung bei bestimmten Registern (z. B. seltene Erkrankungen)
  • Nutzung pseudonymisierter Identifikatoren für Datenlinkage

4. Pilotprojekt Register zellbasierte Therapien

Aufbau einer nationalen Datensammlung zu CAR-T-, T-Cell Engagern (BiTE) und ggf. weiteren zellbasierten Therapien bei Autoimmunerkrankungen. Verknüpfung mit anderen nationalen und internationalen Registern soll leicht möglich sein.

Problem: da es sich um off-label Therapien handelt, könnte das juristisch als Studie auf Krankenkassenkosten ausgelegt werden, es wird dringend empfohlen, vorab juristische Klärung herbeizuführen.

Parallel laufen Gespräche mit der DGRh bezüglich eventueller (Mit-) Finanzierung und bezüglich der zugrunde zu legenden Infrastruktur (REDCap vs. RheDAT)

Arbeitsgruppe: bislang nur Anja Strangfeld, Ina Kötter

5. Erstellung von Qualitätsindikatoren

Das zweite Treffen der Kommission fand am 22.06.2026 statt. 
Bisher wurden folgende Punkte umgesetzt:

1. Grobe Gesamtübersicht wurde erstellt (mit Unterstützung der DGRh)

2. Homepage der DGRh wurde im Bereich „Forschung“ um die Register mit entsprechenden Reitern erweitert.

Dabei stellte sich heraus, dass für die meisten Register grundlegende Informationen nicht vorhanden sind, wie Ansprechpartner, eigene Registerhomepage (und link dazu), Angaben zur Registerstruktur, Papier- oder webbasiert, aktiv rekrutierend ja/nein, Anzahl der eingeschlossenen Patienten, Registrierungen, Finanzierung etc.. Auftrag an die Arbeitsgruppe: Erstellung eines Erhebungsbogens und Versendung an die Registerverantwortlichen

3. Medizinregistergesetz wird umgesetzt werden und bietet auf der einen Seite Chancen (Standardisierung, Meldepflicht, Möglichkeiten der Verlinkung durch eindeutige ID-Nr), aber auch Risiken (v.a. Bürokratisierung). Durch die Vorgabe von Qualitätsindikatoren im Rahmen des BMG bzw. des Zertifizierungsprozesses, wurde entschieden, zunächst keine „eigenen“ Qualitätsindikatoren für rheumatologische Register zu erstellen

4. Die Gespräche mit der DGRh laufen, ein Termin Anja Strangfeld/DGRh Vorstand findet am 28.06.2026 statt. Parallel hat Ina Kötter Jörg Henes und Tobias Alexander bezüglich der juristischen Hintergründe bei der EBMT erkundigt, wo ja ebenfalls formal off-label Therapien dokumentiert werden. Eine befriedigende Antwort steht noch aus. Ggf. muss ein eigenes Rechtsgutachten eingeholt werden. Die entsprechende juristische Expertise (Medizinrecht) kann über Kontakte von Anne Regierer eingeholt werden.

5. Entfällt, siehe 3.

6. Eine Erweiterung der Kommission wird gewünscht (Vorschläge von Anja Strangfeld und Ina Kötter)


FJWS 2026

Neu gegründet – Auftakttreffen im Februar 2026

Hintergrund / Ziele 

  • Es gibt zahlreiche entzündl.-rheumatische Krankheitsbilder, für die in Deutschland entweder keine Register bestehen, oder diese (nicht ausreichend) sichtbar oder aktiv sind. 
  • Neue Therapien erfordern den Aufbau weiterer Register. 
  • Es wird in Deutschland gerade über ein Medizinregistergesetz abgestimmt (Kabinettsentwurf wurde gestern veröffentlicht) – Kenntnis hierüber ist vorteilhaft (Zertifizierungsvoraussetzungen etc.). 
  • Sichtbarmachung von rheumatologischen Registern (Infos sammeln, DGRh-Webseite, etc.). 
  • Unterstützung beim Aufbau und Erhalt von Registern, Verbesserung der methodischen Qualität, Vernetzung und Austausch

Aufgaben 

  • Erstellen einer Übersicht über alle existierenden rheumatologischen Register in Deutschland (Diagnosen, Design, Kontaktadresse, Ergebnisse, Stand etc., Eintragungen in Verzeichnisse…) 
  • Unterstützung der Verantwortlichen der jeweiligen Register bei der Dissemination → Förderung der Bekanntheit der Register, z.B. durch: 
  • Erstellen einer Website „Register in der Rheumatologie“ (DGRh) mit Informationen und entsprechenden Links zu bestehenden Registern 
  • Entwicklung einheitlicher Handlungsempfehlungen bezüglich Datenschutz, ethischen Belangen, aber auch hinsichtlich methodischer und datenqualitätsfördernder Aspekte, unter anderem zum Monitoring, zur Auswertung von Daten und deren Publikation 
  • Neues Register mit allgemeinem Interesse für die Rheumatologie mit Kommission „zellbasierte Therapien bei Autoimmunerkrankungen“ als Pilotprojekt?
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